Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold stürzt ab!

Der Goldpreis kommt am Nachmittag deutlicher unter Druck. Die Bullen müssen die runde Marke von 1.300 Dollar preis geben. Allerdings hat diese, wie schon erwähnt, eher eine psychologische Bedeutung denn eine charttechnische. Die Minenaktien geraten ebenfalls in den Sog des Goldpreises. Noch schlimmer erwischt es den Highflyer der vergangenen Wochen und Monate: Palladium stürzt ab.

Der Rücksetzer bei Palladium freilich kommt wenig überraschend. Der Chart war überhitzt und glich zuletzt einer Fahnenstange. Auch wenn aus charttechnischer Sicht nicht ganz ausgeschlossen werden kann, dass es noch ein letztes Aufbäumen der Palladium-Bullen gibt, sollten Anleger die Long-Seite bis auf weiteres meiden. Das Spiel ist riskant, der Markt klein. Palladium kann noch deutlicher verlieren. Bei Gold sind die Erklärungen ob des doch relativ deutlichen Minuses etwas schwieriger. Sicherlich spielt der weiter feste Dollar eine wichtige Rolle. Doch das Plus von 0,2 Prozent beim für den Goldpreis in den vergangenen Monaten wichtigen Währungspaares Dollar/Yen erklärt sicherlich nicht den Abschlag von 17 Dollar beim Goldpreis.

Hier spielt zusätzlich die Chartsituation eine Rolle: Nachdem Gold beim Ausbruchsversuch über 1.320 Dollar gescheitert ist, hat das Edelmetall den Rückwärtsgang eingelegt und ganz kurzfristig sind damit die Bären am Drücker. Bislang ist der charttechnische Schaden allerdings gering. Sowie die Bullen nichts gewonnen hatten, nachdem sie den Goldpreis bis auf 1.320 Dollar getrieben haben, haben die Bären nichts gewonnen, wenn sie Gold unter die Marke von 1.300 Dollar gedrückt haben. Wichtig wäre für eine der Seiten, den Ausbruch zu schaffen: Sprich die Marke von 1.320 Dollar nach oben deutlich zu durchbrechen oder den Unterstützungsbereich bei 1.280/1.274 Dollar zu unterschreiten. Solange dies nicht geschieht, bleibt Gold in der Tradingrange gefangen. So schmerzhaft der heutige Tag für die Bullen auch sein mag, charttechnisch hat sich an der Situation nichts geändert.

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