Franco-Nevada Corp
- Markus Bußler - Redakteur

Gold-Highflyer Franco-Nevada: Kaufchance?

Die Aktie des Royalty- und Streamingkonzerns Franco-Nevada knickt heute ein. Der Grund: Der Markt zeigt sich enttäuscht über die Zahlen für das vierte Quartal 2018. Im vierten Quartal verbuchte der Konzern aufgrund von Wertberichtigungen einen Verlust von 0,17 Dollar je Aktie, bereinigt steht allerdings ein Gewinn von 0,24 Dollar je Aktie zu Buche.

Insgesamt verzeichnete Franco-Nevada ein eher durchwachsenes Jahr. Zwar konnte der bereinigte Gewinn auf 1,17 Dollar je Aktie gesteigert werden. Die anrechenbare Gold-Äquivalentproduktion fiel jedoch um rund zehn Prozent auf 447.900 Unzen. Doch für die Zukunft zeichnet sich besser an. Zumindest dann, wenn man dem Fünf-Jahes-Ausblick des Unternehmens folgt. Der Schlüssel ist Cobre Panama, das größte Investment von Franco-Nevada. „Zusammen mit der steigenden Produktion bei einigen unserer Schlüsselprojekte erwarten wir ein sehr gutes Wachstum in der Gold-Äquivelent-Produktion“, sagt CEO David Harquail. Doch nicht nur die Gold-Produktion ist für Franco-Nevada wichtig. Auch die Royaltys auf Energierohstoffe, vor allem Öl, soll sich weiterhin gut entwickeln.

Im laufenden Jahr rechnet Franco-Nevada mit einer anrechenbaren Produktion von 465.000 bis 500.000 Unzen Gold-Äquivalent und Einnahmen von 70 bis 85 Millionen Dollar aus den Energie-Assets. In den kommenden Jahren sollen diese Zahlen weiter steigen. Das eher verhaltene vierte Quartal 2018 dürfte also tatsächlich eine Ausnahme gewesen sein.

Die Aktie knickt heute rund fünf Prozent ein. Das dürfte nicht verwundern. Die Aktie von Franco-Nevada ist mit einem KGV von rund 60 kein Schnäppchen. Bei diesen KGVs werden Enttäuschungen erfahrungsgemäß mit einem höheren Abschlag bestraft. Allerdings: Franco-Nevada war optisch immer teuer. Das relativ krisensichere Geschäftsmodell mit Streaming-Verträgen und Royalty-Einnahmen hat zu der höheren Bewertung geführt. Rücksetzer in den Bereich von 68 bis 70 US-Dollar können für langfristig orientierte Anleger zum Aufbau einer Position genutzt werden. In den kommenden Jahren dürften die Einnahmen bei Franco-Nevada weiter steigen.

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