Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Das Death Cross droht

Seit Wochen verharrt der Goldpreis in einem immer spitzer werdenden Dreieck. Die meisten Analysten sind sich sicher: Das Dreieck wird nach unten aufgelöst und der Goldpreis wird noch einmal erheblich unter Druck kommen. Die heutigen Kursverluste führen dazu, dass die untere Begrenzung des Dreiecks in den Blickpunkt rückt. Ist das schon das Shortsignal?

Auf das Dreieck im Goldchart haben wir bereits mehrfach hingewiesen. Nach der Chartlehre wird ein Ausbruch aus diesem Dreieck die nächste größere Bewegung einläuten. Nimmt man die Kursziele der großen US-Banken als Ausgangspunkt, dann dürfte die Richtung bereits klar sein: nach unten. An der Oberseite des Dreiecks ist der Goldpreis jetzt mehrfach gescheitert. Heute testet die Notierung die untere Begrenzung. Und die Bären scheinen einige Kraft aufzubringen, um schon heute den Bruch zu schaffen.

Kurz vor dem Death Cross

Gelingt es, den Goldpreis signifikant unter die Marke von 1.280 Dollar zu drücken, dann wäre die ein starkes Shortsignal. Allerdings kann für die unter Begrenzung des gleiche gelten wie für die obere: Sie kann sich als sehr hartnäckig herausstellen. Unterstützung erhalten die Goldbären derzeit allerdings von der Charttechnik in anderer Hinsicht: Die 50-Tage-Linie schickt sich gerade an, die 200-Tage-Linie von oben nach unten zu durchstoßen. Dabei entsteht charttechnisch ein sogenanntes Death Cross. Und das ist nach der Chartlehre ein klares Shortsignal.

Keine Wirkung durch Golden Cross

Bedeutet das also, man sollte sich umgehend short positionieren? Nicht unbedingt. Denn Mitte März hatte sich charttechnisch das umgekehrte Signal eingestellt: Die 50-Tage-Linie durchstieß die 200-Tage-Linie von unten nach oben. Das ist ein sogenanntes Golden Cross. Ein sehr bullishes Signal. Doch damals löste dies keine Aufwärtsbewegung aus, sondern die Notierung ging in den Seitwärtstrend über.

Wir empfehlen Ihnen – egal ob bei einen Ausbruch nach oben oder nach unten – nicht gleich auf den ersten Impuls aufzuspringen. Bereits häufig hat sich der erste Ausbruch als Fehlausbruch herausgestellt. Selbst auf die Gefahr hin, erst die ersten Dollar bei der Bewegung zu verschlafen, sollten Anleger eine Bestätigung des Ausbruchs abwarten, bevor sie sich mit Short- oder Longprodukten positionieren. Wir behalten die Situation selbstverständlich im Auge.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Warten auf den Ausbruch

Der Tisch ist gedeckt. Für die Bullen. Zwar ist Gold charttechnisch angeschlagen. Doch der RSI signalisiert bereits, dass Gold überverkauft ist. Der MACD steht vor einem Kaufsignal. Die COT-Daten haben sich deutlich gebessert. Und dem Dollar scheint die Puste ausgegangen zu sein. Dennoch: Keiner … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Haben wir das Tief gesehen?

Der Goldpreis kam in der laufenden Woche deutlich unter Druck. Vor allem der Verfall von Optionen an den Terminmärkten belastete den Goldpreis. Dazu sorgte auch ein steigender Dollar dafür, dass der Goldpreis nicht zu einer Erholungsrallye ansetzen konnte. Dennoch: Mittlerweile ist Gold … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Schock, Einbruch – alles aus?

Der größte Kursverlust seit November 2016. Der Goldpreis ist am Freitag deutlich unter Druck gekommen, riss alle wichtigen Unterstützungen und ist auf ein neues Jahrestief gefallen. Anleger reagieren panisch und resignieren. „Das war´s.“ Warum eigentlich? mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Ein hartes Stück Arbeit

Die Zinsen steigen, der Dollar steigt – und dennoch versucht sich Gold am Ausbruch. Im ersten Versuch sind die Bullen am Donnerstag gescheitert. Doch noch ist nichts verloren. Gold scheint allen Unkenrufen zum Trotz nach oben ausbrechen zu wollen. Derzeit tobt ein harter Kampf zwischen Bullen und … mehr