Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Konkurrenz für China

Die Wahlen in Indien zeigen Wirkung. Zumindest auf dem Goldmarkt. Die indische Zentralbank hat nach Medienberichten die Vorschriften für den Goldimport gelockert. Jetzt dürfen auch wieder private Handelsfirmen Gold aus dem Ausland einführen. Bislang war dies nur einigen Banken und staatlichen Handelsunternehmen vorbehalten.

Mit dem Wahlsieg von Narendra Modi stiegen die Hoffnungen der Inder, dass das Importverbot wieder gelockert wird. Die vorherige Regierung hatte Einfuhrbeschränkungen für Gold erlassen. Der Grund: Die Goldimporte haben die Rupie geschwächt und das Leistungsbilanzdefizit beschleunigt. Die Regierung hatte daraufhin Einfuhrverbote für Private erlassen und gleichzeitig die Einfuhrsteuer auf zehn Prozent erhöht. 20 Prozent der Importe wurden zudem für die Verarbeitung für Juweliere reserviert. Jetzt sollen diese Regelungen wieder gelockert werden, berichtet das Wall Street Journal.

 Schwarzhandel blüht auf

Die Goldimporte nach Indien brachen deshalb deutlich ein. Erstmals hat China Indien als größter Gold-Importeur abgelöst. Allerdings blühte im Gegenzug der Schwarzhandel auf. Nahezu täglich gab es Meldungen in den Medien über Schmuggler die geschnappt worden sind.

Für den physischen Goldmarkt dürfte diese Meldung gerade zur rechten Zeit kommen. Zuletzt gab es Meldungen, wonach die physische Goldnachfrage deutlich nachgelassen hat. Vor allem die chinesische Nachfrage soll nicht mehr mit der des vergangenen Rekordjahres mithalten können. Von daher dürfte eine Normalisierung der Goldnachfrage aus Indien den Goldbullen in die Karten spielen.

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