Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Einer nach dem anderen

Jetzt ist also Österreich an der Reihe. Die Österreichische Nationalbank will verschiedenen Medienberichten zufolge einen Großteil des Goldschatzes nach Hause holen. Die Verantwortlichen wollen 110 Tonnen in kleinen Tranchen nach Österreich aus England zurückholen. Deutschland hat Ähnliches vor, die Niederländer haben die Aktion bereits durchgeführt.

Derzeit besitzt die Österreichische Nationalbank 280 Tonnen Gold, die rund 8,6 Milliarden Euro wert sind. Davon liegen rund 80 Prozent bei der Bank of England, rund 17 Prozent im Inland und der Rest in der Schweiz. Übrigens: Seit 2007 hat die Nationalbank kein Gold mehr verkauft. Ein Trend, den man auch bei vielen anderen Ländern sieht. Zwar gibt es kaum westliche Notenbanken, die bei Gold auf der Käuferseite sind. Doch Verkäufer gibt es bei den Notenbanken auch kaum. Die großen Käufer sind vor allem Russland und – vermeintlich – China.

Die große Frage, die sich alle stellen: Wieso holen die Notenbanken jetzt ihr Gold heim? Gold spielt offiziell in unserem Währungssystem kaum eine Rolle. Im Gegenteil: Viele Notenbanken, allen voran die Fed, führen einen wahren Kreuzzug gegen Gold. Insofern ist diese Frage durchaus berechtigt und lädt natürlich zu allerlei Verschwörungstheorien ein. Vor allem in Europa könnten die Rückholaktionen in einem engen Zusammenhang mit einem wachsenden Misstrauen gegenüber dem Euro stehen, vermuten einige. Dagegen sprechen die Notenbanken davon, dass nach einem Ende des kalten Krieges eine Lagerung im Ausland nicht mehr notwendig ist.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Die Streckfolter geht weiter

Die Bullen haben nur kurz Oberwasser gehabt. Bis zur wichtigen Marke von 1.295 Dollar lief der Goldpreis - nur um dann gleich wieder eingebremst zu werden. „Inzwischen richten sich die Blicke wieder nach unten auf die Marke von 1.260 Dollar“, sagt Markus Bußler. „Vor allem Silber bereitet Sorgen.“ mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Achten Sie auf diese Marken

Gold sendet ein leichtes Lebenszeichen und arbeitet sich im wahrsten Sinne des Wortes nach oben. Aktuell kämpft das Edelmetall mit der wichtigen Marke von 1.295 Dollar. Hier war in den vergangenen Tagen und Wochen Endstation gewesen. Die Frage ist: gelingt dieses Mal der Ausbruch? mehr
| Markus Bußler | 1 Kommentar

Gold wird nie wieder steigen!

Aus und vorbei: Gold wird nie wieder steigen. Und eines ist sicher: Aktien werden ewig steigen und nie wieder zurückkommen. Diese beiden Grundsätze scheinen derzeit in Stein gemeißelt zu sein und sich mehr und mehr unter den Anlegern breit zu machen. Doch Märkte verlaufen in Zyklen. Die immer … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Uran + Lithium = Viel Fantasie?

Der Goldpreis tritt weiter auf der Stelle. Das Edelmetall scheint bei 1.280 Dollar sein Niveau gefunden zu haben. „Damit bleibt alles beim Alten. Wichtig ist die Unterstützung bei 1.260 Dollar“, sagt Markus Bußler. Auch beim Silberpreis hat sich in der vergangenen Woche vergleichsweise wenig getan. … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Bei Uran spielt die Musik

Der Goldpreis sucht weiter eine Richtung. In den vergangenen Wochen tritt das Edelmetall praktisch auf der Stelle. Die wichtige Unterstützung bei 1.260 Dollar hat bislang gehalten. „Im Moment gibt es keinen Grund, die Long- oder Shortseite aggressiv zu spielen“, sagt Markus Bußler. Die Musik spiele … mehr