Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Die Bullen scharren mit den Hufen

Selbst die ausgesprochenen Goldbullen rechnen derzeit mit einer Korrektur des Goldpreises. Nach einem Plus von mehr als zehn Prozent seit Jahresbeginn sollte der Goldpreis eigentlich eine Pause einlegen. Zumal der März als ausgesprochen schlechter Monat für Edelmetalle gilt. Doch heute startet der Goldpreis unvermittelt einen Angriff auf die Widerstandszone.

Der März gilt als einer der schlechtesten Monate für Goldanleger. Entsprechend vorsichtig sind mittlerweile auch die Bullen geworden. Von einer Verschnaufpause ist die Rede. Ein neuerlicher Test der 200-Tage-Linie schien eigentlich ausgemachte Sache. Zudem stellt der Widerstand im Bereich von 1.360 Dollar ein nicht zu verachtendes Hindernis dar. Und heute Vormittag deutete tatsächlich einiges auf eine Korrektur hin. Doch schon zur Mittagszeit hatte der Goldpreis seine Verluste wieder aufgeholt. Und am Abend kann der Goldpreis deutlich zulegen. Fast scheint es so, als ob die 1.360 Dollar-Marke zumindest getestet werden soll.

Rückenwind durch die Krim-Krise

Würde diese Marke fallen, dann hätte die Notierung aus charttechnischer Sicht Luft bis in den Bereich von 1.400 bis 1.420 Dollar. Ein weiter Weg – doch das Momentum scheint derzeit für eine solche Bewegung zu sprechen. Zwar ist der Markt nach dem jüngsten Anstieg schon leicht überkauft. Doch aus fundamentaler Sicht könnte eine Verschärfung der Krim-Krise dem Goldpreis weiteren Rückenwind verleihen. Die Europäische Union hat im Zuge der Krim-Krise erste Strafmaßnahmen gegen Russland verhängt. Die Verhandlungen über Visa-Erleichterungen sowie über das neue Grundlagenabkommen werden ausgesetzt. Die USA haben bereits mit Einreiseverboten und Kontensperrung reagiert.

Gelingt es den Bullen tatsächlich den Goldpreis weiter nach oben zu treiben, dann dürfte vor allem der Bereich von 1.500 bis 1.530 Dollar extrem spannend werden. Dort lag einst der Boden für den Goldpreis zahlreiche Analysten sahen dort noch Anfang des vergangenen Jahres die wichtigste Unterstützung für Gold. Doch im Mini-Crash im April vergangenen Jahres fiel diese Unterstützung. Massive Anschlussverkäufe waren das Ergebnis. Gelingt es den Bullen, diese Marke zurückzuerobern, wäre die Bodenbildung endgültig abgeschlossen. Dann würde der Goldpreis ein massives Kaufsignal generieren. Der Blick Richtung Allzeithoch wäre dann frei. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg …

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Der Kampf mit dem Dollar

Der Goldpreis steht seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten unter Druck. Im Gegenzug konnte der US-Dollar deutlich zulegen. Getrieben durch steigende Renditen bei US-Staatsanleihen ist die Zinsdifferenz zu anderen Währungsregionen gestiegen. Und das macht die Anlage im US-Dollarraum … mehr
| Markus Bußler | 2 Kommentare

Goldexperte Bußler: Ist das der neue Bärenmarkt?

Der Goldpreis nähert sich mit großen Schritten dem wohl wichtigsten Bereich in diesem Jahr: 1.180 bis 1.170 Dollar. Hier liegt die zentrale Unterstützung für den Goldpreis. Fällt das Edelmetall darunter, dann würde massiver technischer Schaden entstehen. Wenngleich im Bereich von 1.150 Dollar noch … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Jetzt MÜSSEN die Bullen kontern

Für die Goldbullen sind die wichtigsten Tage des Jahres angebrochen: Es steht der zu Beginn des Jahres angebrochene Aufwärtstrend auf dem Spiel. Die wichtigste Unterstützung liegt zwischen 1.180 und 1.170 Dollar. Fällt der Goldpreis unter diese Unterstützung, trübt sich das Bild für den Goldpreis … mehr
| Markus Bußler | 2 Kommentare

Goldexperte Bußler: Ein blutiger Donnerstag

Die Trump-Euphorie währte nur kurz. Binnen weniger Stunden drehte der Goldpreis nach der Wahl Donalds Trump zum US-Präsidenten von über vier Prozent Plus ins Minus. Und die Goldminenaktien erlebten ihren schwärzesten Tag seit langen. „Der Sell-off nimmt seinen Lauf“, sagt Markus Bußler. Die … mehr