- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Die Bären bleiben am Drücker

Der Druck auf die Rohstoffe bleibt hoch: Gold, Silber, Platin, Kupfer, Zink und Nickel stehen erneut deutlich unter Druck. Der Druck kommt vor allem von der Währungsseite. Insbesondere die schwache chinesische Währung lastet auf den Rohstoffen. Dazu kommen noch starke US-Wirtschaftsdaten.

Der Philly Fed Index kletterte auf 25,7 – erwartet war ein Indexstand von 21,7 Punkten. Der Philly Fed misst die wirtschaftliche Aktivität in der Region Philadelphia und gilt als einer der bedeutenderen Wirtschaftsindikatoren in den USA. Dazu kamen noch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA. Diese befinden sich auf dem tiefsten Stand seit 1969. Das untermauert die These, dass sich die US-Wirtschaft weiter in einer starken Wachstumsphase befindet.

Goldpreis knickt noch einmal ein

Der Goldpreis tauchte mit Bekanntgabe dieser Daten noch einmal stärker ab und näherte sich der Marke von 1.210 Dollar, konnte sich dann jedoch relativ rasch von diesem Tagestief lösen und notierte kurze Zeit später wieder auf dem Stand, der kurz vor Bekanntgabe der Wirtschaftsdaten erreicht war.

Übergeordnet bleibt der Druck auf die Rohstoffe jedoch hoch. Sämtliche positive Daten werden aktuell ignoriert. Der Markt blendet die anziehende Inflation genauso aus wie positive COT-Daten, die man nicht nur bei Gold, sondern auch bei Kupfer oder auch Platin sieht. Technische Indikatoren signalisieren zudem eine überverkaufte Situation, die sich eigentlich in einer Gegenbewegung entladen sollte. Doch aktuell fehlt (noch) der Auslöser für eine solche Bewegung. Dieser Auslöser dürfte mit einiger Sicherheit von der Währungsseite kommen.

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