Gold
- Marion Schlegel - Redakteurin

Gold, Barrick und Co im Check: War´s das?

Sah es noch Mitte Juli so aus, als könnte dem Goldpreis endlich der Ausbruch nach oben gelingen, so musste das Edelmetall in den vergangenen Wochen wieder einen Rückschlag einstecken. Dabei rutschte der Goldpreis zuletzt sogar unter die 200-Tage-Linie und auch unter den Support bei 1.280 Dollar. Für Druck sorgte in der vergangenen Woche unter anderem die Sitzung der amerikanischen Notenbank. Dem Protokoll zufolge halten viele Ratsmitglieder eine frühere Zinserhöhung für angemessen. Aus charttechnischer Sicht ist es nun wichtig, die genannten Unterstützungen schnell zurückzuerobern. Andernfalls wäre ein Test des Juni-Zwischentiefs bei 1.240 Dollar sehr wahrscheinlich.


Chinas und Indiens Nachfrage enttäuscht
Eugen Weinberg, Rohstoffanalyst bei der Commerzbank erklärt zudem: Nach enttäuschenden China-Daten scheint auch die indische Goldnachfrage weiter keine Fahrt aufzunehmen, wie aus den niedrigen lokalen Prämien deutlich wird: Diese dürften nach Einschätzung des größten Goldverarbeiters des Landes in diesem Jahr drei bis vier Dollar je Feinunze betragen - nur halb so viel wie letztes Jahr.


Tracker und Goldcorp favorisiert
Das große Kaufsignal beim Goldpreis steht somit weiter aus. Anleger sollten deswegen auf Turbo-Zertifikate verzichten und stattdessen mit dem empfohlenen Tracker mit der WKN GS0HH0 auf langfristig steigende Kurse setzen. Der Stopp sollte bei 81,00 Euro platziert werden. Zudem bleiben auch weiterhin Goldminen-Aktien interessant, die nach wie vor günstig bewertet sind – allen voran der Basisinvestment-Favorit des AKTIONÄR: die Aktie von Goldcorp. Aber auch Barrick Gold dürfte seine im Juni gestartete Aufholjagd fortsetzen können. Auch wenn George Soros nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters im zweiten Quartal seine Anteile an Barick Gold um mehr als 90 Prozent reduziert hat. Anleger ziehen hier den Stopp aber leicht auf 10,50 Euro nach.

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