Gold
- Marion Schlegel - Redakteurin

Gold: „10.000 Dollar möglich, aber …“

Der Goldpreis ist in den vergangenen Tagen deutlich unter die Räder gekommen. Analysten führen den stärkeren Dollar, die Schwäche bei anderen Rohstoffen wie beispielsweise Öl und auch eine Deeskalation rund um die Ostukraine ins Feld. Doch so richtig überzeugend findet Markus Bußler, Rohstoffexperte bei dem Anlegermagazin DER AKTIONÄR diese Argumente nicht.

„Sicherlich werden in den kommenden Tagen und Wochen Analysen erscheinen, die aufgrund der zurückgehenden geopolitischen Risiken einen schwächeren Goldpreis vorhersagen“, sagt Bußler in der Sendung „Börse live – Gold spezial“ beim Deutschen Anlegerfernsehen DAF. Zwar könnte es tatsächlich aufgrund der angeschlagenen Charttechnik zu einem Rückgang bei Gold kommen – doch an einen nachhaltigen Kursrutsch glaube er nicht. Schon jetzt befände sich der Goldpreis nur noch knapp oberhalb der Produktionskosten der großen Produzenten. Ein langfristig, nachhaltiger Rutsch unter diese Kosten sei eher unwahrscheinlich.

"Gold muss steigen" - wirklich?

Allerdings sollten Anleger mit der Aussage „Gold muss doch jetzt steigen“ vorsichtig sein. Die Börse sei nicht immer logisch. Auch wenn es sehr gute Argumente für einen steigenden Goldpreis gebe, könne der Kurs dennoch weiter auf der Stelle treten. „An der Börse muss nichts passieren, nur weil es der eine oder andere gerne hätte“, sagt Bußler. Dies treffe auch auf die Aussagen einiger Goldbullen zu, die den Goldpreis bei 10.000 Dollar sehen. „Natürlich könnte so etwas eintreten – genauso wie ein Goldpreis von 500 Dollar eintreten könnte.“ Beides sei allerdings unwahrscheinlich. Zudem sei ein Goldpreis von 10.000 Dollar auch für die größten Goldbullen alles andere als wünschenswert. Sollte der Goldpreis tatsächlich einmal in diese Dimensionen vorstoßen, dann würde dies einen deutlichen Kaufkraftverlust des US-Dollars bedeuten. Die Gründe könnten Hyperinflation oder einfach ein generelles Misstrauen gegen Papiergeld sein. Beides könnte das Finanzsystem, wie wir es kennen, ernsthaft in Frage stellen.

In der Sendung spricht Bußler zudem über die Probleme von Goldcorp bei der El Sauzal Mine in Mexiko, über den Kauf einer Mühle durch Integra Gold und die spannende Lage des Kohleexplorers Prairie Minerals. Die Sendung können Sie gleich hier abrufen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Eine Warnung!

Der Goldpreis hat die Marke von 1.220 Dollar durchbrochen. Und die Artikel häufen sich, in denen nun die nächste Rallye ausgerufen wird. Doch an dieser Stelle sollten Anleger vorsichtig sein: Sowohl die Bullen als auch die Bären. Entschieden ist nämlich noch nichts. Und es kann sehr schnell in die … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Der Beginn von etwas Großem?

Der Goldpreis kann auch zum Wochenauftakt wieder zulegen. Wichtig: Die Bullen konnten die Marke von 1.220 Dollar verteidigen. Und damit steigen die Chancen, dass die Bewegung bis in den Bereich von 1.240 Dollar führt. Dort allerdings dürften die Bären noch einmal alles in die Waagschale werfen, um … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Startschuss oder Fehlzündung?

Der Goldpreis zieht deutlich an. Das Edelmetall konnte am Donnerstag die Marke von 1.200 Dollar überwinden. Doch damit ist der Kampf noch nicht gewonnen. „Auch wenn es einige Indizien gibt, dass das mehr als eine Eintagsfliege gewesen ist, müssen sich die Bullen jetzt beweisen“, sagt Markus Bußler. mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold + Goldminen: Schnelles Chartupdate

Gold und Goldminen hatten gestern den stärksten Tag seit langem. Der Goldpreis kletterte dabei über die Marke von 1.220 Dollar, der Goldminen-ETF GDX notierte knapp unter der Marke von 20 Dollar. Interessant auch: Die Umsätze im GDX waren die höchsten, die man in den vergangenen Monaten gesehen hat. mehr