Ströer
- Markus Horntrich - Chefredakteur

Gerücht: Aktienrückkauf bei Ströer? Shorties werden gegrillt

Über die Short-Attacke von Muddy Waters auf den Werbevermarkter Ströer hat DER AKTIONÄR bereits ausführlich berichtet. Nach der ausführlichen Stellungnahme schlägt das Werbeimperium zurück. Heute früh wurden Q1-Zahlen vorgelegt. Gerüchten zufolge will Ströer-Chef Udo Müller zudem ein Aktienrückkaufprogramm an den Start bringen. Möglicherweise kommt die Ankündigung bereits am morgigen Freitag zum Capital Markets Day in London.

Nach der Short-Attacke eines Hedgefonds rückt der Ströer das operative Geschäft wieder ins Rampenlicht. Ein starker Jahresstart lässt das den Vorstand etwas optimistischer ins Jahr blicken, die Jahresprognose für den operativen Gewinn hob Konzernchef Udo Müller am Donnerstag leicht an. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll jetzt auf mehr als 280 Millionen Euro und damit um mindestens 35 Prozent steigen. Bisher hatte Ströer einen Wert zwischen 270 und 280 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Auslöser des Optimismus: In den ersten drei Monaten des Jahres kletterte das operative Ergebnis um 72 Prozent auf 45,3 Millionen Euro. "Sämtliche Segmente tragen mit ihrem guten organischen Wachstum zu diesem starken Kurs bei", sagte Müller. Der Umsatz zog um 40 Prozent auf 226,2 Millionen Euro an - ein großer Teil davon gehe auf Übernahmen zurück. Aus eigener Kraft habe das Wachstum bei 11,5 Prozent gelegen.

Spekulation wert?

Ein mögliches Aktienrückkaufprogramm dürfte die Short-Seller unter Zugzwang bringen. Ein Aktienrückkauf dürfte den Kurs der Aktie wieder beflügeln. Durch Short-Eindeckungen könnte sich der Effekt sogar noch verstärken. Für erfahrene Trader eine Intraday-Spekulation wert. Mehr aber auch nicht. Ströer-Aktionäre, die auf Nummer sicher gehen wollen, sollten ihre Position mit einem Put oder Turbo-Short absichern.

 

 

 

 

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