Gerry Weber
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Gerry Weber-Aktie crasht wieder 15 Prozent: Was stimmt hier nicht?

Die Aktie des kriselnden Modekonzerns Gerry Weber fällt heute vor allem durch eines auf: Massive Kursverluste. Offenbar werfen Anleger die Aktie mit beiden Händen aus ihren Portfolios. Der 15-Prozent-Sturz spricht Bände. Aber was ist der Grund für den neuerlichen Ausverkauf? Gibt es Neuigkeiten zur Sanierung, enttäuschende Daten?

Anleger werfen die Aktie des kriselnden Modekonzerns Gerry Weber heute mit beiden Händen aus ihren Portfolios, und damit auf ein Parkett, auf dem Abnehmer für die Titel rar geworden sind. Ein 15-Prozent-Sturz ist die Folge. Gibt es etwa Neuigkeiten zur Sanierung, enttäuschende Daten? Nein. Kleine wie große Anleger nehmen sich offenbar nur einmal mehr ein Beispiel an Ralf Weber.

Als der Sohn von Unternehmensgründer Gerhard Weber am 25. Februar 2015 vom Aufsichtsrat zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt wurde, hieß es noch, dies sei „das klare Bekenntnis der Gründerfamilien zum Unternehmen“. Keine vier Jahre später nahm Ralf Weber seinen Hut, schied auf eigenen Wunsch zu Ende Oktober 2018 aus dem Vorstand des damals schon schlingernden Unternehmens aus. Ganz vom Unternehmen entfernt hat er sich indes nicht: Heute ist Weber Mitglied im Aufsichtsrat. Sein Kommentar damals anlässlich seines Wechsels: „Mit vereinten Kräften und der Unterstützung aller in Vorstand und Aufsichtsrat werden wir Gerry Weber wieder auf Kurs bringen.“

In der Zwischenzeit haben sich die Ereignisse überschlagen. Gerry Weber hat den Gang in die Insolvenz angetreten, will in Eigenverwaltung (sog. Eigenverwaltungsverfahren) selbst den Karren aus dem Dreck ziehen. Und Ralf Weber? Auch wenn die Familie (Gerhard Weber direkt und indirekt) etwa 29,6 Prozent der Aktien hält, stößt Ralf Webers Handeln immer mehr Anlegern auf.

Der Gründersohn hat in diesem Jahr in insgesamt sieben Transaktionen – alle außerbörslich – Aktien im Wert von 459.578,91 Euro verkauft. Damit dürfte er rund 886.000 Aktien veräußert haben, was einer Reduktion des Anteils am Unternehmen um annähernd zwei Prozent entspricht. Über die Motivation hinter den Verkäufen ist nichts bekannt.

Dass Anleger darin kein Vertrauensbeweis in die Sanierungsfähigkeit des Unternehmens sehen, und sich ebenfalls von Anteilsscheinen trennen, kann nicht verwundern. Dass die Aktie heute im Tief 15 Prozent schwächer gehandelt wurde, entsprechend auch nicht.

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Ein Beitrag von Leon Müller, Chief Editor Börsen.Briefing. – dem täglichen Newsletter des Anlegermagazins DER AKTIONÄR (registrieren Sie sich kostenfrei unter www.boersenbriefing.de) 

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