GE
- Maximilian Völkl

General Electric geht durch die Decke: Ist der Horror jetzt vorbei?

Nach Monaten der Talfahrt bietet sich Anlegern am Donnerstag ein ungewohntes Bild. Die Aktie von General Electric zählt vor Börsenstart in den USA zu den Top-Gewinnern auf dem Kurszettel. Die Aktie kann zweistellig zulegen. Der Grund: Der Langzeitbär Stephen Tusa sieht den Absturz der Aktie endlich beendet.

JPMorgan-Experte Tusa hatte als einer der ersten Experten auf die Probleme von GE hingewiesen. Auch zuletzt hatte er noch auf einen weiteren Absturz der Industrie-Ikone gesetzt. Doch nun hält er das Chance-Risiko-Verhältnis für ausgewogen. Das Potenzial nach unten sei nun begrenzt, deswegen stufte Tusa GE auf „Neutral“ hoch. Das Kursziel von sechs Dollar liegt allerdings weiter unter dem aktuellen Kurs.

GE hat derweil bekannt gegeben, dass man sich von 90 Prozent der Anteile an der Tochter ServiceMax trennt. Die Beteiligungsgesellschaft Silver Lake übernimmt den Softwareanbieter, ein Kaufpreis wurde aber nicht bekannt. GE hatte ServiceMax vor zwei Jahren für 915 Milliarden Dollar erworben. Nun will sich der Konzern stärker auf das Kerngeschäft mit dem Internet der Dinge konzentrieren. Dazu wird eine unabhängige Tochter gegründet, die aus den Sparten GE Digital und GE Power Digital besteht und auf etwa 1,2 Milliarden Dollar Umsatz kommt.

Kein Kauf

Die Nachricht, dass Tusa das Bärenlager verlässt, schlägt ein wie eine Bombe. Die GE-Aktie springt vorbörslich um über zwölf Prozent an. Dennoch bleiben die Risiken bei GE hoch. Bilanzprobleme, Kraftwerkskrise und SEC-Ermittlungen belasten. Anleger sollten deshalb weiter nicht investieren. Beim Short mit der WKN MF4CNU sollte der Stopp bei 11,30 Euro zeitnah erreicht werden. Anleger sollten dann die 85 Prozent Gewinn mitnehmen und an die Seitenlinie wechseln.

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