GE
- Maximilian Völkl

General Electric: Die Hoffnung stirbt zuletzt

Die dramatische Talfahrt von GE hat am Montag einen neuen Höhepunkt erreicht. Erstmals seit der Finanzkrise notierte die Aktie der US-Industrieikone wieder unter 6,00 Euro. Die Kraftwerkskrise, die Sorgen um die Bilanz und die laufenden SEC-Ermittlungen schrecken Anleger ab. Doch noch geben die letzten Bullen nicht auf, die UBS bleibt optimistisch.

Analyst Steven Winoker bestätigte sein „Buy“-Rating und sieht das Kursziel für die nächsten zwölf Monate bei 13 Dollar – das sind umgerechnet etwa 11,45 Euro. Auf dem aktuellen Niveau sieht die UBS damit ein Potenzial von 88 Prozent. Laut Winoker hat GE ausreichend Möglichkeiten die Verschuldung in den kommenden Jahren auf ein vernünftiges Level zu senken, was der Aktie Auftrieb geben sollte.

So dürfte zum einen der verbliebene Anteil an Baker Hughes 2019 verkauft werden. 2020 rechnet der Experte dann mit einem Spin-Off der Medizintechnik. Die verbliebenen industriellen Geschäftsbereiche müssen dann die weiter anfallenden Zahlungsverpflichtungen von GE Capital schultern.

Short bleiben

Es ist durchaus möglich, dass GE den Turnaround schafft. Nach wie vor läuft es vor allem in den Bereichen Luftfahrt und Medizintechnik gut. Doch die oben genannten Risiken bleiben im Markt und schrecken weiter ab. Anleger sollten deshalb nicht ins fallende Messer greifen und die Gewinne im Short mit der WKN MF4CNU laufen lassen. Der Schein notiert inzwischen 98 Prozent im Plus. Der Stopp wird auf 11,30 Euro nachgezogen.

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