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- Maximilian Völkl

General Electric: Das Horrorjahr ist vorbei – und jetzt?

Das Jahr 2018 geht bei General Electric in die Annalen ein. Allerdings sind die Erinnerungen nicht positiv. Anleger, Management und Arbeitnehmer würden das abgelaufene Börsenjahr vielmehr gerne aus dem Gedächtnis streichen. Doch die zahlreichen Negativschlagzeilen lassen sich nicht so einfach tilgen – auch 2019 wird GE von den Altlasten weiter verfolgt.

Die Liste der GE-Probleme ist lang. Im vergangenen Jahr verlor die Industrie-Ikone fast 90 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung, die Ratingagenturen entzogen dem Konzern das A-Level, der Platz im Dow Jones ging verloren, die SEC ermittelt wegen Ungereimtheiten in der Bilanz und die Kraftwerkskrise belastet das operative Geschäft. Hinzu kommen die Altlasten von GE Capital, die milliardenschere Löcher in die Bilanz gerissen haben und weiter reißen könnten.

Klar ist, dass diese Vielzahl an Problemen nicht von heute auf morgen beseitigt werden kann. Der neue Konzernchef Larry Culp wird auch 2019 damit beschäftigt sein, GE umzubauen und wieder in ruhigeres Fahrwasser zu leiten. Sollte dies allerdings gelingen, wird die Aktie für Anleger durchaus wieder interessant. Denn nach dem dramatischen Abverkauf ist die Bewertung des Konglomerats deutlich gesunken. Das Chance-Risiko-Verhältnis ist damit deutlich attraktiver geworden – auch wenn nach wie vor immer wieder Rückschläge drohen.

Abwarten

Noch ist es allerdings zu früh, um bei GE wieder auf der Long-Seite einzusteigen. Es ist praktisch nicht vorhersehbar, ob weitere Altlasten drohen. Für einen neuen Short ist die Aktie aber ebenfalls bereits zu stark gefallen. Anleger sollten hier deshalb ganz einfach an der Seitenlinie bleiben und abwarten, bis es neue Impulse gibt – in die eine oder in die andere Richtung.

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