Geely
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Geely-Aktie macht sich auf den Weg Richtung 3,00 Euro

Nachdem der Einstieg von Geely bei Daimler bekannt wurde, wussten viele Börsianer den Schritt von Li Shu Fu aufs erste nicht richtig einzuordnen. Warum Daimler? Schließlich haben Zetsche und Co mit BYD und BAIC bereits zwei Partner in China.
Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht den Coup für beide Seiten positiv: „Für Daimler ist Li Shufu ein langfristiger, gut berechenbarer und wichtiger Anker-Investor. Geely ist für Daimler fast so etwas wie eine Familie Quandt bei BMW oder Porsche-Piëch bei VW."

Gemeinsam gegen Tesla, Google und Co
Li Shu Fu macht kein Geheimnis daraus, an der Batterietechnologie von Daimler interessiert zu sein. Daimler sei der vielversprechendste der traditionellen Autokonzerne, so Li Shu Fu er in einer Unternehmensmeldung.  Das Auto der Zukunft sei ein hoch intelligenter Roboter auf Rädern "und alle unsere Anstrengungen richten sich darauf". Man könne also mit Daimler zusammenarbeiten, wenn das Daimler-Management das wolle.  Gemeinsam könnte man dann gegen die großen Herausforderer wie Tesla oder Google und Uber antreten.

Li Shufus jüngster Coup mit Daimler werde nicht der letzte Schritt auf diesem Weg gewesen sein, sagt  Autoexperte Chao. "Sie haben ganz klar Ambitionen, die noch viel größer sind als das bisherige." Doch damit nicht genug: "Unternehmen, die „stand alone“ sind – so wie etwa BMW – könnten sich in der neuen Welt der Mobilität sehr schwer tun gegenüber Google, Apple, Amazon, die alle mit Macht in das Mobilitätsgeschäft drängen. Daimler hat mit Geely einen Partner, der eine Technologiemacht den Silicon Valley Konzernen gegenstellt,"  ergänzt Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut.

Aktie bleibt aussichtsreich
Nachdem die Geely-Aktie nach dem Daimler-Einstieg einige Tage nahezu gar nicht reagiert hat, scheint sich nach und nach durchzusetzen, dass der Deal für Geely sehr attraktiv sein könnte. Voraussetzung dafür ist allerdings auch ein Entgegenkommen von Daimler-Chef Dieter Zetsche. Die Geely-Aktie jedenfalls ist von 2,50 Euro bis auf 2,71 Euro geklettert. Bis zur psychologisch wichtigen Marke von 3,00 Euro ist der Weg frei. Im Anschluss wartet das Allzeithoch bei 3,26 Euro. Anleger geben kein Stück aus der Hand. 

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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