Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom gibt nach

Die Gazprom-Aktie hat in der vergangenen Handelswoche wieder deutlich zulegen können. Die etwas mildere Rhetorik des russischen Präsidenten Wladimir Putin hat Hoffnungen auf eine allmähliche Entschärfung des Konflikts mit der Ukraine aufkeimen lassen, zudem glückte der Ausbruch aus dem kurzfristigen Abwärtstrend.

Ende der Handelswoche hat Gazprom allerdings nachgegeben – sowohl beim Kurs als auch bei den Verhandlungen mit dem litauischen Versorger Lietuvos Dujos. Der baltische Staat ist derzeit zu nahezu 100 Prozent auf russisches Erdgas angewiesen. Zuletzt hatte man sich dennoch über die nach Ansicht einiger Vertreter zu hohe Gaspreise von Gazprom beschwert. Es kamen sogar Diskussionen auf, ob es nicht gleich günstiger wäre, sich per Tanker Flüssiggas liefern zu lassen. Daraufhin hat Gazprom nun reagiert und mit Lietuvos Dujos eine „erhebliche Senkung“ des Gaspreises vereinbart. Konkrete Preise wurden bislang allerdings noch nicht bekannt gegeben.

Mutige können einsteigen

DER AKTIONÄR rät mutigen Anlegern daher weiterhin zum Kauf der Gazprom-Titel. Eine Neubewertung der Aktie des weltgrößten Gasproduzenten ist früher oder später eigentlich unvermeidlich. Da sich nun auch das Chartbild wieder deutlich aufgehellt hat (siehe unter: Ausbruch geglückt), wäre nun ein guter Zeitpunkt zum Einstieg. Der Stoppkurs sollte von 3,70 auf 4,00 Euro nachgezogen werden.

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