Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom-Aktie heftig unter Druck

Die zunehmenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine belasten die Aktie des russischen Gasriesen Gazprom deutlich. Nachdem es mit dem Kurs bereits gestern deutlich nach unten ging, geraten die Papiere auch im heutigen Handel unter Druck. Sollten Privatanleger nun die Reißleine ziehen?

Die Lage in der Ostukraine bleibt äußerst angespannt. Dies belastet natürlich auch die Kurse der russischen Aktien wie etwa die Anteilscheine des russischen Gasmonopolisten Gazprom. Der Konzern selbst hat nun an die Ukraine eine saftige Rechnung von 11,4 Milliarden Dollar gestellt. Hintergrund: Der ukrainische Staatskonzern Naftogas hat 2013 nur 12,9 Milliarden Kubikmeter Gas anstatt der ursprünglich vereinbarten 41,6 Milliarden Kubikmeter abgenommen. Gezahlt werden müsse laut den Verträgen aber offenbar nicht die tatsächlich verbrauchte, sondern die vereinbarte Menge. Wegen noch nicht geleisteter Zahlungen hatte Gazprom bereits vor Wochen schon einen Betrag von 2,2 Milliarden Dollar gefordert.

Spielball der Politik

Die Gazprom-Aktie ist und bleibt ein Spielball der russischen Politik und damit nach wie vor ein sehr heißes Eisen. Für konservative Anleger sind die Titel daher weiterhin ungeeignet. Mutige Anleger können hingegen auf eine Erholung der enorm günstigen Aktie (KGV: 2; KBV: 0,3; Dividendenrendite: 6,3 Prozent) spekulieren. Der Stopp sollte bei 3,70 Euro belassen werden.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Weiter auf Rekordkurs, aber …

Gazprom ist auf einem guten Weg, 2017 einen neuen Exportrekord aufzustellen. So kletterte die im Ausland verkaufte Erdgasmenge bis zum 15. August um zwölf Prozent auf 118,3 Milliarden Kubikmeter. Somit ist der weltgrößte Erdgasproduzent auf Kurs, die von 180 auf 185 Milliarden Kubikmeter angehobene … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Schärfere US-Sanktionen sind … gut!

Der US-Kongress hat sich klar für verschärfte Russland-Sanktionen ausgesprochen. Stimmen noch der Senat und Präsident Trump zu, wird Gazproms Prestigeprojekt Nord Stream 2 stark gefährdet, da dadurch den westlichen Partnern für die Pipeline Strafen drohen. Doch in zumindest einem Punkt könnte dies … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Der Tag der Entscheidung

Es ist eines der prestigeträchtigsten Pipeline-Projekte für den Erdgasriesen Gazprom: die zweite Ostseepipeline Nord Stream 2. Doch sollten sich die US-Kongressabgeordneten heute dazu entschließen, die Sanktionen gegen Russland weiter zu verschärfen, würde dieses Projekt massiv gefährdet werden. mehr