Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom, Total, Shell und Co: Der Countdown läuft

Es wird richtig spannend: In einem Monat treffen sich in Katars Hauptstadt Doha die OPEC sowie die wichtigsten Nicht-OPEC-Mitglieder wie etwa Russland. Hierbei wird es natürlich darum gehen, wie man den Ölpreis wieder auf ein Niveau hieven kann, zu dem die Ölförderstaaten zumindest halbwegs zurecht kommen können.

Hierfür müssten sich allerdings auch einige Länder dazu bereit erklären, ihre Förderung zu verringern und somit auf Einnahmen zu verzichten. Es dürfte spannend werden, wer dann in den sauren Apfel beißen wird. Gut möglich ist auch, dass einfach nur beschlossen wird, dass kein Land die Förderung weiter ausweitet. Auch im Gespräch ist das Einfrieren der Produktionsquoten auf dem Niveau vom Januar.

Kommt es zu einer Einigung?

Allerdings ist es natürlich auch denkbar, dass sich die Staaten nicht einigen können. Allem voran die politischen Erzrivalen Saudi-Arabien und Iran werden von zahlreichen Experten als die Länder genannt, an denen konkrete Maßnahmen scheitern könnten. In diesem Fall würde es mit dem Ölpreis wohl wieder rasch in den Keller gehen.

Ölpreis im Aufwind
Die Hoffnung auf eine Einigung zur Förderkürzung der wichtigsten Ölproduzenten sowie der eher geringe Anstieg der Lagerbestände verleiht dem Ölpreis im heutigen Handel natürlich Rückenwind. Mutige Anleger können weiterhin bei den Aktien von Royal Dutch Shell (16,30 Euro) und Total (33,50 Euro) zugreifen. Die Aktie von Gazprom ist hingegen ausnahmslos für Anleger mit stahlharten Nerven geeignet (Stopp: 2,60 Euro).

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Ist das nicht zu viel?

Gazprom hat angekündigt, dass bei der anstehenden Reise von Konzernchef Alexej Miller nach China die Pläne für eine zweite Pipeline in das Land konkretisiert werden sollen. Diese zweite, westliche Route könnte langfristig aus strategischer Sicht durchaus sinnvoll sein, kurzfristig überwiegen aber … mehr
| Thorsten Küfner | 1 Kommentar

Gazprom: Das tut weh

Mit der Aktie des Erdgasriesen Gazprom geht es im heutigen Handel merklich bergab. Damit trübt sich auch das zuvor freundliche Chartbild wieder etwas ein. Der Hauptgrund für die schwache Performance des Kurses dürfte vor allem ein kritischer Analystenkommentar aus dem Hause Morgan Stanley sein. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Wird die hohe Verschuldung zum Risiko?

Der weltgrößte Erdgasproduzent Gazprom hat ehrgeizige Pipelinepläne, um seine ohnehin schon enorme Marktmacht in Europa weiter auszubauen. Darüber hinaus will man noch in diesem Jahrzehnt erstmals auch China mit sibirischem Erdgas versorgen. Doch all diese Projekte sind teuer und verschlechtern die … mehr