Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom: Jetzt bloß keine Panik ...

Die Anteilseigner vom Gazprom dürften beim Anblick der heutigen Performance der Gazprom-Aktie nicht gerade in Feierlaune sein. Denn die Titel geben im frühen Handel bereits deutlich ab. Hintergrund sind diesmal allerdings nicht politische Spannungen, es gab auch keine negativen Nachrichten des weltgrößten Erdgasproduzenten.
Stattdessen handelt es sich bei dem Kursrückgang lediglich um den Dividendenabschlag in Höhe von 0,308 Euro pro Aktie. Der Stichtag, an dem Anteilseigner die Gazprom-Papiere im Depot haben müssten, um in den Genuss der Ausschüttung zu kommen, ist allerdings erst der 17. Juli – dies ist bei ausländischen Aktiengesellschaften anders als bei deutschen nicht ungewöhnlich. Das genaue Datum der Auszahlung ist derzeit leider noch nicht bekannt, die Informationspolitik Gazproms ist diesbezüglich leider sehr enttäuschend. In den vergangenen Jahren lagen „Ex-Dividenden-Tag“ und Stichtag jeweils im Mai, de Auszahlung erfolgte dann immer im September. Sobald DER AKTIONÄR nähere Informationen hat, wird er darüber informieren.

Aktie bleibt ein Kauf

Die unzureichende Informationspolitik zählt zusammen mit den politischen Risiken zu den wichtigsten Gründen, weshalb die Gazprom-Aktie einen Abschlag im Vergleich zu anderen Energieaktien verdient hat. Der aktuelle Abschlag ist allerdings vollkommen überzogen. Während Öl- und Gasförderer wie Exxon, Royal Dutch Shell oder Chevron mit zweistelligen KGVs bewertet werden, beläuft sich das KGV von Gazprom weiter nur auf 3. Für mutige Anleger bleibt der Titel daher ein klarer Kauf.

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