Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom: Es geht los!

Gazprom beginnt mit einem der größten Projekte der Firmengeschichte. Wie die Konzerntochter Gazprom Komplektazija gestern mitteilte, hat der Energieriese Großröhren im Volumen von 68 Milliarden Rubel (rund 950 Millionen Euro) für den Bau der Pipeline „Kraft Sibiriens“ nach China bestellt.

Insgesamt wird Gazprom bis Mitte 2016 von den russischen Konzernen SeverStal, TMK, OMK und dem Rohrwalzbetrieb Tscheljabinsk knapp 820.000 Tonnen Röhren erhalten. Damit soll eine Pipeline mit einer Gesamtlänge von 3.000 Kilometern errichtet werden, die neben China auch Städte und Gemeinden in Russland mit Erdgas versorgen soll. Insgesamt rechnet Gazprom für den Pipelinebau mit Kosten von knapp 770 Milliarden Rubel (knapp elf Milliarden Euro). Pro Jahr dürften dann bis etwa 38 Milliarden Kubikmeter Gas nach China geleitet werden.

 

Eigentlich ein klarer Kauf, aber …

Angesichts der – auch durch das China-Projekt – langfristig positiven Aussichten und der extrem günstigen Bewertung wäre die Gazprom-Aktie natürlich ein klarer Kauf. Wegen der anhaltenden politischen Risiken ist das Papier für konservative Anleger aber nach wie vor ungeeignet. Hier sollten nur ganz mutige Börsianer mitzocken (Stopp: 3,20 Euro).

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Schärfere US-Sanktionen sind … gut!

Der US-Kongress hat sich klar für verschärfte Russland-Sanktionen ausgesprochen. Stimmen noch der Senat und Präsident Trump zu, wird Gazproms Prestigeprojekt Nord Stream 2 stark gefährdet, da dadurch den westlichen Partnern für die Pipeline Strafen drohen. Doch in zumindest einem Punkt könnte dies … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Gazprom: Der Tag der Entscheidung

Es ist eines der prestigeträchtigsten Pipeline-Projekte für den Erdgasriesen Gazprom: die zweite Ostseepipeline Nord Stream 2. Doch sollten sich die US-Kongressabgeordneten heute dazu entschließen, die Sanktionen gegen Russland weiter zu verschärfen, würde dieses Projekt massiv gefährdet werden. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Schicksalstag für Gazprom, Shell & Co

Aktionäre von Gazprom, Shell und anderer Energiefirmen dürften heute gespannt nach St. Petersburg blicken. Denn dort treffen sich Vertreter der OPEC und anderer wichtiger Fördernationen wie Russland, um über das weitere Vorgehen bei der Stabilisierung der Ölpreise zu beraten. Die Marktteilnehmer … mehr