Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom: Das sagt Putin zur Dividende

Eigentlich sollten alle halbstaatlichen Konzerne Russlands 50 Prozent ihrer Gewinne als Dividende auszahlen, wodurch die Dividendenrendite bei Gazprom auf mehr als zehn Prozent ansteigen würde. Doch wegen hoher Investitionen wurde bereits 2016 eine Ausnahme gemacht. Nun meldet sich Staatschef Putin diesbezüglich zu Wort.

Im Rahmen einer Konferenz in China zur „Neuen Seidenstraße“ betonte Waldimir Putin, dass Gazprom zwar hohe Gewinne ausweise – „aber nur auf IFRS-Basis, also auf dem Papier“. Dies seien keine realen Cash-Flows. Angesprochen darauf, ob es für Gazprom demnach auch im laufenden Jahr eine Ausnahme bei der Forderung der Ausschüttung des halben Nettogewinns gäbe, erklärte er: „Wenn die Regierung eine Entscheidung darüber trifft, dann betrachtet sie die reale Situation – und nicht das Einkommen auf einem Blatt Papier.“

Die nächste Ausnahme ist wahrscheinlich
Es ist anzunehmen, dass Gazprom auch in diesem Jahr von der Forderung einer höheren Ausschüttungsquote verschont bleibt, was angesichts der enormen Investitionen in die verschiedenen Pipelines nach China, Deutschland und die Türkei auch absolut nachvollziehbar ist. Die Ausschüttungsquote wird demnach wohl bei etwa 25 Prozent verharren, was für Anleger aber dennoch eine satte Dividendenrendite bedeutet.

Hohe politische Risiken
Alleine die Tatsache, dass sich der russische Staatschef in die Debatte um die Höhe der Dividende einbringt, zeigt, wie stak Gazprom von der Politik in Russland abhängig ist. Die extrem günstig bewertete Aktie bleibt daher nur für spekulative Anleger geeignet (Stopp: 3,50 Euro).

 


 

Confronting Capitalism

Autor: Kotler, Philip
ISBN: 9783864703768
Seiten: 258
Erscheinungsdatum: 15.06.2016
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

1989: Der Kommunismus ist tot, der Kapitalismus hat sich als das überlegene System erwiesen. 2008: Die Wall Street bringt die Weltwirtschaft an den Rand des Zusammenbruchs. 2015: Wir können nicht mehr die Augen vor gravierenden ökonomischen Problemen verschließen. Philip Kotler schaut ganz genau hin. In seinem neuen Buch legt er den Finger in die Wunden des Kapita lismus. Er identifi ziert und analysiert insgesamt 14 strukturelle Mängel: zunehmende Armut, wachsende Ungleichheit, Jobverlust durch Auto matisierung, Umweltzerstörung, Profi t orientierung, …
Kotler zeigt, woran der Kapitalismus krankt – und welche Maßnahmen wir ergreifen müssen, um »das beste aller Wirtschaftssysteme« wieder zukunftsfähig zu machen.

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