Fresenius
- Michel Doepke - Redakteur

Fresenius-Tochter FMC nach dem Kursdesaster: Darauf kommt es jetzt an

Fresenius Medical Care

Fresenius Medical Care (FMC) hat die Anleger mit einer Prognosesenkung auf dem falschen Fuß erwischt. Die Folge: Ein Kursrutsch von knapp 20 Prozent. Auch die im DAX notierte Mutter Fresenius wurde in Mitleidenschaft gezogen und brach rund zehn Prozent ein. Das raten jetzt die Analysten.

Kursziel reduziert

Die Experten von CFRA haben reagiert und das Kursziel für die FMC-Aktie von 90 auf 78 Euro reduziert, unverändert lautet die Einstufung "Hold". Vor allem das Nordamerika-Geschäft des Dialysespezialisten bereite Sorgen, so Analystin Wan Nurhayati. Entsprechend passte sie ihre Schätzungen für die kommenden Jahre nach unten an. Auch die DZ Bank hat die Papiere von Fresenius Medical Care unter die Lupe genommen: Analyst Peter Spengler hat die FMC-Aktie von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und auch das Kursziel von 98 auf 72 Euro gekappt. Die Gewinnwarnung habe den Markt überrascht, so Spengler.

Voller Optimismus hingegen ist das US-Analysehaus Bernstein. Trotz der Prognosesenkung rät Expertin Lisa Bedell Clive weiter zum Kauf mit einem Kursziel von 107 Euro. Fresenius Medical Care habe durch die Bank ein schlechtes Zahlenwerk präsentiert. Die Analystin rechnet allerdings nur mit einem kurzfristigen Kursverfall.

Aktie ausgestoppt

Im Zuge des gestrigen Kursverfalls hat sich die Fresenius-Medical-Care-Aktie dem Stopp bei 69 Euro genähert und ist auf ein Mehrjahrestief abgerutscht. Investierte Anleger sollten beim Unterschreiten der Marke die Reißleine ziehen. Für Zukäufe ist es indes zu früh.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema: