Fresenius
- Marion Schlegel - Redakteurin

Fresenius peilt nach Q3-Zahlen weiter Rekordjahr an – das ist jetzt wichtig

Der im DAX notierte Medizinkonzern Fresenius hat am heutigen Dienstag die Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Nachdem das Unternehmen bereits Mitte Oktober bekannt gegeben hat, dass sich Umsatz und Gewinn für das Gesamtjahr wohl nur am unteren Ende der prognostizierten Bandbreite bewegen werden und die Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) gar die Prognose gesenkt hatte, gab es nun wenig Überraschendes. Die nun vorgelegten Zahlen bestätigen nun, dass das Bad Homburger Unternehmen von den schleppenden Geschäften von FMC und in seinen deutschen Helios-Kliniken ausgebremst wurde. Das anhaltend florierende Geschäft mit Nachahmermitteln in der Sparte Kabi konnte dies nicht komplett ausgleichen, wie Fresenius am Morgen bei der Vorlage der endgültigen Zahlen mitteilte.

Im dritten Quartal hat Fresenius die Erlöse um drei Prozent auf 8,2 Milliarden Euro gesteigert, wechselkursbereinigt betrug das Plus vier Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stagnierte bei 1,11 Milliarden Euro, das bereinigte Konzernergebnis zog um acht Prozent auf 445 Millionen Euro an. Bei FMC ging der Umsatz den endgültigen Zahlen zufolge um sechs Prozent auf 4,06 Milliarden Euro zurück. Unter dem Strich sank das Ergebnis wie bereits erwartet um acht Prozent auf 285 Millionen Euro.

Geringes Wachstum erwartet, dennoch Rekordjahr in Sicht

Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Auch im dritten Quartal konnte Fresenius gesunde Umsatzzuwächse erreichen. Unseren Gewinn konnten wir sogar noch etwas stärker steigern. Fresenius Kabi, Fresenius Vamed und Quirónsalud haben sich dabei ganz ausgezeichnet entwickelt. Bei Fresenius Medical Care und den Helios-Kliniken in Deutschland arbeiten wir daran, uns noch besser auf sich verändernde Rahmenbedingungen einzustellen. Aus einer insgesamt starken Position heraus gehen wir in den Endspurt zu einem neuen Rekordjahr.“ Beim Konzernumsatz peilt Fresenius für 2018 nun das Ende der ursprünglichen Bandbreite von fünf bis acht Prozent an. Das Konzernergebnis soll währungsbereinigt am unteren Ende der ursprünglichen Bandbreite von sechs bis neun Prozent wachsen. Exklusive der Kosten für die Weiterentwicklung des Biosimilars-Geschäfts soll das Konzernergebnis währungsbereinigt am unteren Ende der ursprünglichen Bandbreite von etwa zehn bis 13 Prozent steigen.

Die Aktie von Fresenius reagiert auf die Zahlen mit einem Plus von 1,2 Prozent. Charttechnisch ist der Wert weiterhin klar angeschlagen. Ein Stoppkurs bei 54 Euro sichert nach unten ab. Neuen Schwung könnte die endgültige Klarheit über die abgesagte Akorn-Übernahme bringen. Zuletzt hatte ein US-Gericht Fresenius Recht gegeben. Akorn ist allerdings in Berufung gegangen.

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