Fresenius Medical Care
- Marion Schlegel - Redakteurin

Fresenius Medical Care springt auf Platz 1 im DAX – was ist da los?

Die Aktie der Fresenius-Tochter Fresenius Medical Care (FMC) kann man heutigen Dienstag mit einer enorm starken Performance glänzen. Knapp zwei Prozent geht es bei der Aktie des Dialysespezialisten nach oben auf 68,40 Euro. Damit ist die Aktie der stärkste Werte des Tages im DAX noch vor Merck, die 1,3 Prozent gewinnt, RWE mit plus 1,1 Prozent, ThyssenKrupp mit plus 1,1 Prozent und der Deutschen Post, die 1,0 Prozent zulegen kann.

Beflügelt wird die Aktie von Fresenius Medical Cares vom laufenden Aktienrückkaufprogramm. Bis zum 10. Mai will das Unternehmen maximal sechs Millionen Stammaktien zu einem Gesamtkaufpreis von bis zu 330 Millionen Euro am Markt zurückkaufen. Auch wenn es sich um ein eher kleines Rückkaufprogramm handele, dürfte es einem Händler zufolge zumindest kurzfristig den Kurs stützen. Das Kaufvolumen entspreche in etwa dem durchschnittlichen täglichen Börsenumsatz auf Xetra von sechs Handelstagen.

Charttechnisch ist die Aktie von Fresenius Medical Care weiter deutlich angeschlagen. Ein positives Signal würde erst der Sprung über die 200-Tage-Linie bringen, die im Bereich von 76 Euro verläuft. Zuletzt belasteten erneute Sorgen um das US-Dialysegeschäft und hier im Speziellen ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, demzufolge die Trump-Administration an einem neuen Vergütungsansatz für Dialysepatienten arbeite, mit der eine kostengünstigere Behandlung zu Hause und Transplantationen bevorzugt würden. Ziel sei es, die von der US-Regierung jährlich gezahlten 114 Milliarden US-Dollar für die Behandlung chronischer Nierenerkrankungen und Nierenerkrankungen im Endstadium, was zu den bedeutendsten Ausgabebereichen zählt, zu senken. FMC macht einen großen Teil seines Geschäftes in Nordamerika, weshalb die dortigen Vorgaben zur Vergütung für das Unternehmen eine große Rolle spielen.

DER AKTIONÄR bevorzugt derzeit die Aktie der Mutter Fresenius. Hier hat DER AKTIONÄR vor einigen Monaten ein Abstauberlimit platziert. Anleger bleiben hier investiert, sichern sich aber mit einem Stopp bei 39,50 Euro nach unten ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

 

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