Fresenius
- Marion Schlegel - Redakteurin

Fresenius: Top-Gewinner im DAX – Prozessstart im Juli

Mit einem Kursplus von 1,6 Prozent führt Fresenius die Gewinnerliste des Tages im DAX vor Adidas und der Tochter Fresenius Medical Care an. Vor Kurzem gelang dem Wert mit dem Sprung über die 200-Tage-Linie ein charttechnisches Kaufsignal. Auch die Analysten präsentieren sich überwiegend optimistisch, was die weitere Entwicklung der Fresenius-Aktie angeht.

Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Fresenius vor Kurzem von 82 auf 84 Euro angehoben und die Einstufung auf „Buy" belassen. Analyst Gunnar Romer stockte seine Gewinnerwartung für den Medizinkonzern in seiner Studie leicht auf. Er ist zuversichtlicher für die Flüssigmedizin-Sparte Kabi und den Währungseinfluss. Die kurzfristigen Aussichten der Kliniktochter Helios schätzt er allerdings verhaltener ein.

Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Fresenius ebenfalls auf „Buy" mit einem Kursziel von 81,85 Euro belassen. Die Fresenius-Aktie sei im Sektor für Medizintechnik und Gesundheitsdienstleistungen sein bevorzugter Wert, so Analyst Scott Bardo.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hingegen sieht die Aktie von Fresenius lediglich als Halteposition mit einem Kursziel von 72 Euro. Auf der jährlichen Goldman Sachs Global Healthcare Conference habe sie den Eindruck gewonnen, dass die Medizintechnik-Unternehmen derzeit von einer gesunden Nachfrage der Endmärkte profitierten, zeigte sich Analystin Veronika Dubajova aber dennoch zuversichtlich. Beim Medizinkonzern Fresenius scheine die Preisdynamik stabil zu sein.

DER AKTIONÄR sieht Fresenius als langfristig attraktiven soliden Wert, der durchaus für ein konservativ ausgerichtetes Depot gut geeignet ist. Zumal die Aktie jetzt die Konsolidierung der vergangenen Monate mit dem Sprung über die 200-Tage-Linie abgeschlossen zu haben scheint. Interessant wird es demnächst im Hinblick auf die zurückgezogene Übernahme von Akorn. Die Amerikaner klagen dagegen, der Prozess soll am 9. Juli starten. Das Analysehaus Kepler Cheuvreux sieht aber eine mindestens 70-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass der Gesundheitskonzern mit der Absage der Übernahme von Akorn juristisch durchkommen werde.

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