Freenet
- Michael Schröder - Redakteur

Freenet unter Druck: Keine Dividendenerhöhung - und jetzt?

Freenet erfüllt mit ihren vorläufigen Zahlen zwar alle in der Prognose für das Geschäftsjahr 2018 formulierten Ziele. Die nach acht Jahren zum ersten Mal nicht erhöhte Dividende kommt bei den Investoren allerdings nicht wirklich gut an. Die Ausschüttung soll mit 1,65 je Aktie lediglich stabil bleiben. Statt einem frischen Kaufsignal gibt es heute einen kräftigen Rücksetzer – der aber auch einen Vorteil bietet.

Die heute vorgelegten vorläufigen Zahlen zeigen, die Einschätzung im Vorfeld hat gepasst. Freenet erzielt in seinem Kerngeschäft als Mobilfunk-Service-Provider derzeit keine großen Zuwächse mehr. Das noch junge TV-Geschäft wird seiner Rolle als Wachstumstreiber noch nicht wirklich gerecht. Alles in allem wurden die Prognosen aber erfüllt. Die Aktie fällt dennoch deutlich zurück. Der Grund ist schnell gefunden: Zum Nettogewinn machte Freenet zwar keine Angaben, die für Anleger wichtige Dividende soll mit 1,65 je Aktie allerdings lediglich stabil bleiben. Auf dem aktuellen Niveau entspricht das einer Dividendenrendite von über neun Prozent. Viele Marktteilnehmer hatten hier im Vorfeld aber zumindest mit einer leichten Erhöhung der Ausschüttung auf 1,68 Euro je Aktie gerechnet.


Ruhe bewahren: Nichts desto trotz sollte die Trumpfkarte Dividende bei den Investoren schon bald wieder gespielt werden. Sie ist vor allem für langfristig orientierte Anleger ein gutes Argument, die Aktie ins Depot zu nehmen - auch auf dem verbilligten Niveau. Im Vorfeld der Hauptversammlung am 16. Mai dürfte sich die Aktie wieder stabilisieren und erneut der 19-Euro-Marke annähern.

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema: