Deutsche Bank
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Flatrate-Zocken bei Commerzbank und Deutsche Bank

Beim Internetzugang oder der Telefonie hat sich die Flatrate durchgesetzt. Jetzt haben auch Banken das Bezahlmodell für sich entdeckt. Die Deutsche Bank oder die Commerzbank bieten ihren Kunden mittlerweile an, einen Festpreis zu bezahlen – egal wie oft sie ihr Depot verändern. Bislang hatten Bankberater ein Interesse daran, zu Depotumschichtungen zu raten, da dafür relativ hohe Tradinggebühren angefallen. Wie die nun FAS thematisierte, erhalten die Banken auch beim Kauf eines Fonds einen Großteil des Ausgabeaufschlages als Vertriebsgebühr.

Neu ist nun die Flatrate. Die Commerzbank verlangt etwa pauschal 1,45 Prozent des Depotwertes. Bei der Deutschen Bank werden sogar 2,3 Prozent Gebühr fällt. Inklusive ist dafür eine Beratung. Vorreiter bei diesem Modell ist in Deutschland bislang die Quirin Bank. Hier bezahlt der Kunde eine monatliche Flatrate, erhält aber im Gegenzug eine transparentere Beratung.

Die Alternative ist, seine Aktiengeschäfte gleich direkt in die Hand zu nehmen. Die FAS weist darauf hin: "Günstiger sind Online-Banken wie Cortal Consors, Comdirect, die DAB Bank oder Flatex, die Wertpapiergeschäfte und Girokonto besonders günstig anbieten.“

Intensiver Wettbewerb

Die Offensive der Deutschen Bank und Commerzbank hinsichtlich der Flatrate-Modelle sind auch ein Indiz dafür, dass der Wettbewerb im Privatkundengeschäft hoch bleibt.

Dennoch rechnet das Gros der Analysten auch wegen Kostensenkungen im nächsten Jahr mit einem Gewinnanstieg der deutschen Banken. Doch es gibt viel Gegenwind, weswegen die ein oder andere Prognose zu optimistisch sein könnte.

Das größte Risiko bleiben BNP Paribas zufolge regulatorische Eingriffe. Die Bank hatte das Kursziel für die Deutsche Bank jüngst bei 42 Euro belassen. DER AKTIONÄR sieht den fairen Wert bei 47 Euro. Anleger müssen aber Geduld haben. Mutige Anleger mit einem langen Atem nutzen das günstige Niveau und setzen den Stopp bei 29 Euro.

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