Fanuc
- Michel Doepke - Volontär

Fanuc: Roboter für Trump und Musk

Unsere Industrie unterliegt einem starken Wandel. Immer mehr Roboter kommen zum Einsatz, insbesondere in Asien. Der japanische Industrieroboter-Hersteller Fanuc profitiert von dieser Entwicklung.

Laut einer Studie der International Federation of Robotics (IFR) stiegen die verkauften Einheiten zuletzt um 19 Prozent an. Größter Absatzmarkt für Roboter-Installationen ist und bleibt China. Doch auch andere asiatische Länder wie Südkorea oder Japan werden die Nachfrage weiter ankurbeln. Zu den größten Profiteuren dieser Entwicklung zählt zweifelsohne der japanische Konzern Fanuc.

Nicht nur Produktionsstandorte auf dem asiatischen Kontinent wissen die effizienten und effektiven Roboter zu schätzen. Kein Geringerer als Elon Musk nutzt Roboter der Marke Fanuc in den Tesla-Fabriken. Gut möglich, dass schon bald weitere Großaufträge aus den USA winken.

Trump-Profiteur

Sollte Donald Trump an seinen Plänen festhalten und einen Großteil der Produktion in die Vereinigten Staaten verlagern, braucht es Roboter. Denn die Herstellung im Inland sorgt für wesentlich höhere Kosten, da das Lohnniveau in den USA deutlich über beispielsweise dem in China liegt. Entweder steigen die Preise der Produkte oder die Firmen senken die Herstellungskosten. Industrieroboter arbeiten nicht nur schneller und präziser. Eine Anschaffung rentiert sich oft schon nach wenigen Jahren und senkt die Lohnkosten erheblich.

Fanuc-Aktie im Aufwind

Fanuc dürfte vom Robotik-Trend profitieren und auch in Zukunft zahlreiche Aufträge außerhalb von Asien erhalten. In den vergangenen Wochen zogen die Papiere des japanischen Konzerns kräftig an. Sicherlich sind die Papiere mit einem KGV von 35 kein Schnäppchen. Doch die Perspektiven für Industrieroboter und intelligente Automation sind vielversprechend. Risikobewusste Anleger können eine kleine Position mit einem Stopp bei 137,00 Euro aufbauen.

 Dieser Artikel erschien bereits teilweise in der Ausgabe 06/2017 von DER AKTIONÄR.

 

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