Gold
- Markus Bußler - Redakteur

EZB öffnet die Geldschleusen: Startschuss für Gold?

Für 60 Milliarden Euro will die EZB Staatsanleihen und andere Wertpapiere aus Euroländern aufkaufen. Dass die EZB zu einem solchen QE-Programm greift, dürfte kaum mehr jemanden überrascht haben. Die Höhe hingegen schon. Bislang ging der Markt von 50 Milliarden Euro aus. Die Aktienmärkte drehten nach der Entscheidung nach oben – der Goldpreis auch.


Im Tagesverlauf war der Goldpreis bereits bis auf 1.280 Dollar abgesackt. Doch im späteren Handel hat er die 1.300-Dollar-Marke wieder zurückerobert. Aus charttechnischer Sicht war der Test der Unterstützung bei 1.280 Dollar durchaus gesund. Nach oben stellt vor allem die Marke von 1.320 Dollar, wo der mittelfristige Abwärtstrend in Form der oberen Begrenzung eines absteigenden Dreiecks verläuft, einen wichtigen Widerstand dar. Gelingt es der Notierung darüber auszubrechen, wäre dies ein weiteres bullishes Zeichen.

Silber mit guten Signalen
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Silber ebenfalls eine Aufwärtsbewegung verzeichnet. Und sogar besser läuft als Gold. Dies ist für die Nachhaltigkeit der Bewegung ein gutes Zeichen. Auch im vergangenen Jahr hatte Gold einen starken Jahresauftakt. Doch das Edelmetall musste dann im weiteren Verlauf alle Gewinne wieder abgeben. Damals konnte der Silberpreis mit dem Goldpreis nicht Schritt halten. Kurzfristig mahnen die Minenaktien etwas zur Vorsicht. Nach der starken Rallye der ersten Wochen des Jahres laufen die Minenaktien heute kaum mit nach oben. Allerdings ist hier eine Konsolidierung auch überfällig.

Insgesamt sollten Anleger nach wie vor nicht in Euphorie verfallen und glauben, dass der Goldpreis jetzt zu einer Einbahnstraße wird. Allerdings macht der jüngste Anstieg in Verbindung mit dem schwachen Eurokurs Gold und Silber bereits jetzt zu sehr lukrativen Investments im laufenden Jahr. Gelingt es dem Goldpreis, die Unterstützungszone bei 1.280 bis 1.285 Dollar zu verteidigen, dann stehen die Chancen gut, dass sich die Rallye in den kommenden Wochen fortsetzen wird.

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