DAX
- Andreas Deutsch - Redakteur

Experten: Die DAX-Hausse geht bald weiter

Laut dem Analysehaus Sentix wird die Geduldsprobe für die Anleger bald vorbei sein. Die Experten sehen noch einiges an Kurspotenzial für den deutschen Leitindex.

Die Hausse am Aktienmarkt könnte den DAX Sentix zufolge in den kommenden Monaten bis auf 14.000 Punkte tragen. Auf dem Weg dahin sollte der deutsche Leitindex die Marke von 13.000 Punkten bis Ende Juni erreichen, schrieb Geschäftsführer Manfred Hübner in einer Studie vom Dienstag. Tempomacher bleibe weiterhin die Geldpolitik der Notenbanken. Im Herbst drohten dann allerdings empfindliche Rückschläge.

So geradlinig wie in den ersten Monaten des Jahres wird die Hausse sich laut Hübner dennoch nicht fortsetzen. Eine Korrektur, also ein zwischenzeitlicher Rücksetzer, sei denkbar. Hinzu komme, dass ein Grexit - also das Ausscheiden Griechenlands aus der Währungsunion - konkrete Formen annehme. Spürbare Kurseinbußen seien dann wahrscheinlich. Mit nachhaltig negativen Auswirkungen rechnet der Experte aber nicht. Die Anleger müssten sich lediglich an ein derartiges Ereignis gewöhnen.

Insgesamt hält Sentix einen DAX-Stand von 14.000 Punkten im zweiten Halbjahr für möglich. Allerdings drohten im Herbst empfindliche Rückschläge, die durch steigende Risiken an den Anleihemärkten erzeugt würden. Dort drohten größere Turbulenzen. Viele institutionelle Anleger seien in diesen investiert, obwohl sie diese offenbar für überbewertet hielten. So können Anlageregeln Fondsmanagern etwa bestimmte Wertpapierquoten vorschreiben. Hinzu kommen teilweise regulatorische Auflagen.

Wenn aber Investoren, im Wissen einer Überbewertung, ihre Positionen hielten oder sogar noch aufstockten, bestehe eine latente Crash-Gefahr, schrieb Hübner. Am Ende könnten dann alle gleichzeitig zum Ausgang streben, der dann wohl zu schmal sein dürfte.

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