Evotec
- Marion Schlegel - Redakteurin

Evotec: Hochinteressantes Forschungsgebiet – ist die Aktie jetzt ein Kauf?

Die Entwicklung und Verbreitung multiresistenter Erreger hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Lange Zeit war man der Überzeugung, dass bakterielle Erkrankungen dank Antibiotika wirkungsvoll und dauerhaft bekämpft werden können. Doch Bakterien sind wahre Überlegenskünstler. Aufgrund des vermehrten Einsatzes von Antibiotika sowie fehlerhafter Anwendungen von Antibiotika wie eine zu kurze Einnahmedauer haben immer mehr Bakterien eine Widerstandsfähigkeit gegen das jeweilige Antibiotikum erlangt. Experten erwarten in Zukunft eine weitere Zuspitzung der Lage.

Umso wichtiger werden neue Forschungsansätze werden. Einen dieser Ansätze verfolgt das deutsche Vorzeige-Biotech-Unternehmen Evotec. Erst im Februar hat die Gesellschaft in diesem Zusammenhang eine zunächst auf drei Jahre ausgelegte Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) bekannt gegeben. Ziel ist es, neue Antibiotika zu entwickeln, um resistente bakterielle Krankheitserreger zu überwinden. Die Forschungsaktivitäten konzentrieren sich dabei zunächst auf die Optimierung von Cystobactamiden, natürliche antibakterielle Substanzen mit einem innovativen chemischen Gerüst, die gegen die gefährlichsten gramnegativen Bakterien wirken. „Wenn es keine neuen Wirkstoffe mehr gibt, wenn sich am Einsatz von Antibiotika und in der Hygiene nichts ändert, wird sich die Zahl der Toten durch multiresistente Keime wohl auch in Deutschland drastisch erhöhen“, sagte Prof. Dirk Heinz, wissenschaftlicher Leiter des HZI.

Beide Partner ergänzen sich nach Meinung des AKTIONÄR auf dem Gebiet bestens. Evotec steuert neben seiner jahrelangen Erfahrung nicht zuletzt seine führende Wirkstoffforschungsplattform sowie seine weltweit führende Sammlung krankheitserregender Bakterien bei.

Dieser Bereich ist zwar nur ein kleiner Teil von Evotecs hochinteressantem Gesamtkonzept, es unterstreicht aber einmal mehr, dass Evotec bei vielen wichtigen Themen mit vielversprechenden Ansätzen ganz vorne mitmischt. DER AKTIONÄR empfiehlt, bei der Aktie weiter an Bord zu bleiben. Auch für Neueinsteiger ist es noch nicht zu spät. In der kommenden Woche (am 14. Mai 2019) veröffentlicht Evotec die Zahlen zum ersten Quartal.

Dieser Artikel ist in Ausschnitten bereits in Ausgabe 18/2019 des AKTIONÄR erschienen, die Sie hier herunterladen können.

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