Electronic Arts
- Benedikt Kaufmann

Electronic Arts: Schwacher Ausblick – Aktie rutscht um 6%

Electronic Arts lieferte ein starkes Quartal, doch der Ausblick ist enttäuschend. Die Aktie fällt um rund sechs Prozent.

Electronic Arts steigerte im vergangenen Quartal den Umsatz um 14 Prozent auf 1,45 Milliarden Dollar. Auch das operative Ergebnis verbesserte der Videospiel-Konzern um 33 Prozent. Ein solides Quartal, das die Erwartungen der Analysten sogar übertraf.

Es waren auch nicht die Zahlen, welche die Aktie im heutigen Handel um rund sechs Prozent nach unten drücken. Die Prognose, die Electronic Arts für das laufende Fiskaljahr (Ende März 2018) abgab, war mehr als schwach. Der Umsatz soll nur noch um drei Prozent anwachsen – zeitgleich geht der operative Cash Flow nach jahrelangem Wachstum erstmals zurück. Der Grund: Neben FIFA18 und Star Wars Battlefront II sind für das laufende Jahr keine richtigen Verkaufsschlager geplant. Zudem sind die Erwartungen an Battlefront II aufgrund des schwachen ersten Teils des Franchise eher verhalten. Das Spiel könnte somit als „Hidden Champion“ für unerwartetes Kurspotential am Ende des Jahres sorgen.

Anleger sollten daher die Füße stillhalten. Die Entwicklungszyklen in der Gaming-Branche dauern lange und Umsatzschwankungen sind dementsprechend üblich. Anzumerken ist hier, dass EA es im Vergleich zu der Konkurrenz wie Take-Two und Ubisoft besser gelingt derartige Schwankungen durch jährlich wiederkehrenden Titel wie FIFA, MADDEN und NBA zu verhindern.

Auch nach dem Sechs-Prozent-Rücksetzer hält der langfristige Aufwärtstrend. Eine weitere Unterstützung liegt im Bereich des geschlossenen Gaps von Anfang Mai bei 92,50 Euro. Nach oben deckelt nur das Allzeithoch bei 103,14 Euro. DER AKTIONÄR sieht den Aufwärtstrend nicht in Gefahr und dementsprechend das Kursziel unverändert bei 125,00 Euro.

Electronic Arts ist der TITAN in der Gaming-Branche und seit Januar 2016 im AKTIONÄR Titan 20 Index zu finden. Der Index besteht aus multinationalen Konzernen, die ein solides Geschäft und überschaubare Risiken aufweisen. Bei der Auswahl der Aktien konzentriert sich DER AKTIONÄR auf vier Kriterien: die Marktposition, das Produktportfolio, die Wachstumsperspektiven und die Cashflow-Entwicklung. Wer breit in die Top-Player unterschiedlicher Branchen investieren will, sollte sich den TITAN 20 genauer ansehen.

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