Electronic Arts
- Benedikt Kaufmann

Electronic Arts – die Gegenbewegung ist zu Ende

Ein KGV von 17 für die nächsten zwölf Monate gilt im wachsenden Gaming-Markt als attraktiv und auch das Sentiment im Gesamtmarkt hellte sich auf. Das waren zwei gute Gründe für Anleger, auf eine Gegenbewegung bei Electronic Arts zu setzen. Doch Negativschlagzeilen und Analysten-Downgrade bremsten die Erholungsrallye jäh aus.

Bereits am Mittwoch schockte Anleger ein Medienbericht von Kotaku, dass der Konzern die Entwicklung eines Open World „Star Wars“-Spiels stoppte. Die Aktie brach darauf um über drei Prozent ein. Doch das Papier erholte sich ebenso schnell wieder, als EA die Medienberichte klarstellte.

Quelle: Kotaku, https://kotaku.com/ea-cancels-open-world-star-wars-game-1831786371

Drastisches Downgrade

Der kurze Schock nach dem Bericht zeigt, wie sehr EA vom Erfolg seiner Spiele abhängt. Und genau diesen Erfolg sieht Jefferies-Analyst Thimothy O‘Shea gefährdet. In einer Studie von Donnerstag schreibt der Analyst, dass der Konzern einiges zu beweisen habe, insbesondere für die neuen Franchises im Jahr 2019. Das Wachstum von EA Ultimate Team scheint nach den schwachen Verkäufen des aktuellen FIFA-Spiels abzuebben. Die Erwartungen des Marktes, so der Analyst, seien angesichts dessen und der Unsicherheit, ob die neuen Spiele ein Erfolg werden, zu aggressiv eingepreist. O‘Shea senkt daher sein Kursziel von 139 Dollar auf 95 Dollar und stuft die Titel auf „Halten“ herab.

Warten auf klare Signale

Wie erwartet, hat nun ein weiterer Analyst das Kursziel massiv abgesenkt. DER AKTIONÄR bleibt angesichts der unsicheren Pipeline-Zukunft und mangels eindeutiger charttechnischer Signale an der Seitenlinie. Der Abwärtstrend und die 38-Tage-Linie sind zwar gebrochen – doch eine Bodenbildung zeichnet sich noch nicht ab. Daneben bleiben auch die 90- und die 200-Tage-Linie bislang unerreicht.

Wer ähnlich günstig bei etwas aussichtsreicheren Chancen in das Wachstum des Gaming-Marktes investieren will, ist mit Activision Blizzard aktuell besser beraten. Mobile heißt hier der Schlüssel zum potenziellen Erfolg.

 

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  • Benedikt Kaufmann -
    Da sind wir einer Meinung ;-) Das negative Image von EA wirkte sich mA bei den letzten beiden großen Releases (Star Wars BFII und BattlefieldV) deutlich negativ aus. Ein Risiko, dass bei ATVI geringer zu bewerten ist – auch wenn es hier nach Diablo Immortal ebenfalls erstmals zwischen Studio und Community kriselte. Beste Grüße
  • Chillside
    Chillside -
    Wäre ich sehr vorsichtig mit. Der nächste große Titel von EA ist wohl Anthem und erscheint Ende Februar. Aber bereits jetzt wird das Spiel z.T. Online von den Gamern kritisch beäugt und könnte eine weitere Bauchlandung wie Battlefield 5 erleiden. EA war zu oft zu gierig und ist seit Jahren das meist gehasste Unternehmen im Gaming-Sektor. Da hat m.E. Activision/Blizzard bessere Chancen für einen Rebound.

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