Deutsche Rohstoff
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Egbert Prior: Schwarzes Gold lässt die Gewinne sprudeln

Seit Jahresbeginn befindet sich die Aktie der Deutschen Rohstoff AG im Rückwärtsgang – minus 21 Prozent. Eine günstige Einstiegsgelegenheit?

Wir sprechen mit CEO Thomas Gutschlag. Nachdem es zu Verschiebungen des Produktionsbeginns von Bohrungen kam, mussten die Mannheimer die Jahresprognose 2016 einkassieren. Doch die Delle sollte 2017 weggebügelt werden.

Im ersten Quartal gelang ein Auftakt nach Maß. Mit rund 21 Millionen Euro fiel der Umsatz mehr als doppelt so hoch aus wie im gesamten Vorjahr (gut neun Millionen). Das Ebitda lag mit circa 17 Millionen nahezu dreimal so hoch wie 2016 (6,4 Millionen). Das Konzernergebnis lag bei fünf Millionen.

Aus etwa 90 Bohrlöchern in Colorado und North Dakota sprudeln derzeit täglich etwa 5.000 Barrel. Etwa 50 weitere Bohrungen sollen im laufenden Turnus dazu kommen, 2018 soll es im gleichen Tempo weitergehen.

Für 2017 stellt Vorstandschef Gutschlag Erlöse in Höhe zwischen 55 und 65 Millionen Euro in Aussicht, das Ebitda soll mindestens 40 Millionen erreichen. Da Abschreibungen und Steuern in diesem Geschäft nur schwer zu prognostizieren sind, wagen wir für das Nettoergebnis nur eine grobe Schätzung eines Korridors zwischen 10 und 20 Millionen.

Dem steht eine Marktkapitalisierung von aktuell 105 Millionen Euro gegenüber. Die Bewertung erscheint günstig, zumal Gutschlag für 2018 weitere Zuwächse erwartet. Bei seinen Planungen legt der Unternehmenslenker einen Ölpreis von 50 Dollar zugrunde. Trotz Sicherungsgeschäften bleibt die Aktie ein Stück weit eine Spekulation auf den Preis des schwarzen Goldes.

Fazit: Die hohen Investitionen in neuen Bohrungen sollten sich auszahlen. Steigender Aktienkurs programmiert. Vorausgesetzt der Ölpreis stürzt nicht ab.

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