EADS: Droht der große Preiskrieg?

EADS: Droht der große Preiskrieg?
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Markus Bußler 19.12.2013, 11:15 Markus Bußler

Die Aktie des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS befindet sich weiter auf Rekordkurs. Auch heute kann das Papier in einem freundlichen Marktumfeld weiter zulegen. Doch in der Rüstungssparte könnte ein Preiskampf drohen. Das könnte die Marge belasten.

EADS-Rüstungschef Bernhard Gerwert will die dringend benötigten Aufträge für den Eurofighter auch über einen Preiskampf an Land ziehen. Der Eurofighter solle künftig 20 Prozent billiger werden, sagte der Leiter der neuen Konzernsparte Airbus Defence & Space am Mittwochabend vor Journalisten am Münchner Flughafen. Zuletzt hatten Konkurrenten wie die französische Rafale und der schwedische Kampfjet Gripen dem Eurofighter wichtige Aufträge außerhalb der Europäischen Union weggeschnappt. Im November zogen die Europäer in Südkorea gegenüber dem Lockheed-Modell F-35A den Kürzeren. 

Exportaufträge dringend gesucht

EADS droht beim Eurofighter die Arbeit auszugehen. „Um die Produktion über 2018 hinaus aufrechtzuerhalten, brauchen wir spätestens 2015 einen Exportauftrag“, sagte Gerwert. Er hofft dabei vor allem auf die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Katar und Kuwait, wo insgesamt 140 Kampfjets zur Bestellung anstehen. Aus Malaysia erwartet er eine Ausschreibung über 30, aus Dänemark über 40 Kampfjets.

Quelle: Börsenmedien AG

Den Neukunden will Gerwert den Eurofighter allerdings mit der gesamten Funktionsfülle anbieten, die den europäischen Käuferstaaten erst für 2018 zugesagt wurde. EADS will selbst nun mit eigenem Geld die Entwicklung beschleunigen. Der Eurofighter wird von einem Konsortium der EADS-Rüstungssparte mit der britischen BAE Systems und der italienischen Finmeccanica-Tochter Alenia gebaut. 

Im Zweifelsfall will Gewert überzählige Mitarbeiter aus dem Eurofighter-Geschäft etwa beim Militärtransporter A400M einsetzen. Auch für den um Jahre verspäteten Transportflieger benötigt EADS angesichts des gekappten Bedarfs in Europa dringend Aufträge von außerhalb der EU.

Die Aktie reagiert heute kaum auf die Nachricht. Sicherlich: Es ist für EADS wichtig, die Produktion beim Eurofighter auszulasten. Kann der Konzern genügend Aufträge an Land ziehen, dann könnte dies auch einen Teil des Margenproblems wieder aufheben. Die Aktie bleibt angesichts der sehr guten Aussichten der wichtigsten Tochter Airbus weiter einer der Favoriten für 2014 im MDAX.

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