E.on
- Maximilian Völkl

E.on: Da braut sich was zusammen

Nach der starken Entwicklung zuletzt zählt die E.on-Aktie am Donnerstag zu den schwächsten Werten im DAX. Beim Versorger droht damit der Fall unter die 9,00-Euro-Marke. Charttechnisch könnte sich das Bild damit kurzfristig wieder eintrüben, an den langfristigen Aussichten ändert sich nichts.

Die Unterstützung bei 9,00 Euro ist nicht nur aus psychologischer Sicht wichtig. In diesem Bereich verläuft auch die 200-Tage-Linie. Fällt der Kurs unter diese Marke, droht ein erneuter Rückfall in den Bereich um 8,70 Euro. Hier war die E.on-Aktie vor den starken Zahlen wochenlang mit Ausbruchsversuchen gescheitert. Gelingt an der 9,00-Euro-Marke allerdings wieder die Trendwende nach oben, sollte ein schnelles Plus bis 9,50 Euro möglich sein.

Gute Nachrichten gibt es vom umkämpften britischen Markt: Die Einführung der Preisobergrenze und eine strengere Kontrolle von günstigen Anbietern dürften dort den Preisabstand zwischen Groß und Klein weiter verringern, so JPMorgan-Analyst Christopher Laybutt. Da für Stromkunden deshalb weniger Anreiz bestehen, zu wechseln, sollten etablierte Stromanbieter wie E.on profitieren.

Dabeibleiben

Noch sieht das Chartbild bei E.on gut aus. Langfristig stimmen die Aussichten ohnehin. Der Versorger ist mit dem Fokus auf Stromnetze und Kundendienstleistungen gut positioniert für die neue Energiewelt. Zudem sind defensive Aktien wieder gefragt. Anleger sollten deshalb unverändert an Bord bleiben und den Stopp bei 7,80 Euro beachten.

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