Drillisch
- Werner Sperber - Redakteur

Drillisch: Höherer Ertrag droht

In den 300 Yourfone-Ladengeschäften fehlen die (Bestands)kunden von Drillisch. Analysten zweifeln deshalb am Geschäftserfolg des auf Mobilfunk-Dienstleistungen spezialisierten Unternehmens. Ein Leerverkäufer freut sich über die schlechten Nachrichten und stockt die Short-Position auf – und nun das.

Analysten sind skeptisch
Leonhard Bayer, Analyst der Bank Hauck & Aufhäuser, bleibt deshalb bei seiner Meinung, der angestrebte Wandel des Mobilfunkanbieters werde komplexer und teurer als die Anleger bislang erwartet haben. Anleger sollten die Aktie deshalb weiter "Verkaufen". Bayer belässt auch sein Kursziel bei 31 Euro. Karsten Oblinger, Analyst der DZ Bank, zufolge macht auch "die anspruchsvolle Bewertung der Aktie noch anfälliger für Gewinnmitnahmen und Leerverkäufer". Allerdings schätzt er, Drillisch werde das Jahresziel eines Ergebnisses von 100 Millionen Euro vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichen. Deshalb rät Oblinger zwar weiter zum "Halten" der Aktie, senkte jedoch seinen "fairen Wert" dafür von 44 auf 38 Euro.

Tatsächlich hat der US-Hedgefonds WorldQuant, LLC, die Netto-Leerverkaufsposition von 0,71 auf 0,80 Prozent der ausstehenden Drillisch-Aktien weiter erhöht. Damit haben Hedgefonds 3,0 Prozent der Drillisch-Aktien leer verkauft.

Zielerhöhung
Der Vorstand von Drillisch erklärte nun allerdings, der Aufbau des Offline-Vertriebs verlaufe erwartungsgemäß. Zudem verweist er aktuell auf die gute Online-Geschäftsentwicklung im Oktober und November und erhöhte das EBITDA-Jahresziel von 95 bis 100 Millionen Euro auf nun 105 Millionen Euro. Im Jahr 2016 soll das EBITDA weiterhin 115 bis 120 Millionen Euro betragen. Nach dieser Prognoseerhöhung legte die Notierung von Drillisch deutlich zu (fast dreimal so stark wie der TecDAX).

Der Chart stört
Das Chartbild bleibt jedoch schwach. Investierte Anleger sollten den Stoppkurs bei 34 Euro setzen. Interessierte Investoren sollten erst wieder einsteigen, wenn die charttechnische Trendwende geschafft ist. 


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