DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Dow Jones und DAX im Rallyemodus - Ist das die Trendwende?

An der Wall Street knallten gestern Abend die Sektkorken. Der Dow Jones verzeichnete den höchsten Kurssprung seit März, auch die zuletzt stark gefallenen Technologie-Aktien legten kräftig zu. Im nachbörslichen Handel sorgte der Streaming-Dienst Netflix mit seinen Zahlen für Aufsehen. In Asien können aber nicht alle Börsen die Euphorie für sich nutzen, der DAX wird zumindest etwas fester gesehen, nachdem er am Dienstag ein dickes Plus verbuchte.

Der Dow Jones Industrial beendete am Dienstag den Handel 547,87 Punkte höher bei 25.798,42, während der Nasdaq Composite um 2,9 Prozent auf 7.645,49 anstieg. Im Gegenzug fiel das Angstbarometer in den USA, der CBOE Volatility Index (VIX), um 17 Prozent auf 17,62, nachdem er seinen höchsten Stand seit Februar vergangenen Jahres erreicht hatte.

Netflix hat nachbörslich Zahlen vorgelegt und die Erwartungen weit übertroffen (DER AKTIONÄR berichtete). Der entsprechende Monster-Trade aus Ausgabe 42/2018 ist damit aufgegangen. Mehr dazu in der kommenden Ausgabe.

Trump kritisiert Fed erneut

Unterdessen setzte US-Präsident Donald Trump seine Kritik an der Federal Reserve fort und nannte sie seine "größte Bedrohung", da sie "die Zinsen zu schnell erhöhte". In einem Interview mit Fox Business, sagte Trump, in Bezug auf Fed-Vorsitzender Jerome Powell: "Ich bin nicht glücklich mit dem, was er tut, weil es zu schnell geht. Denn - Sie sehen die letzten Inflationszahlen, sie sind sehr niedrig."

Technische Gegenbewegung

Der DAX wird vorbörslich oberhalb von 11.800 Punkten gesehen, nachdem er seit dem Tief am Montag über 300 Punkte zulegen konnte. Noch handelt es sich aber rein um eine technische Gegenreaktion auf die starken Verluste der Vorwochen. Von einer Trendwende kann man erst sprechen, wenn der seit Mai gültige Abwärtstrend verlassen wird. Dieser verläuft bei rund 12.300 Punkten.

Auf dem Weg dorthin muss der DAX noch einige Hürden aus dem Weg räumen. Die erste ist das September-Tief bei 11.865, gefolgt vom 50%-Fibonacci-Retracement der jüngsten Korrektur bei 11.957. Weitere Widerstände liegen bei 12.100 (Juni-Tief) und 12.158 (GD38).

Risiken bleiben

Die Gegenbewegung bei DAX und Co war nach der starken Korrektur überfällig. In den nächsten Handelstagen wird sich beweisen müssen, ob dies nur ein Strohfeuer oder nachhaltig ist. DER AKTIONÄR wartet vor einem Neueinstieg auf der Long-Seite noch ab.

 

 

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| Stefan Limmer | 0 Kommentare

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