K+S
- Fabian Strebin - Redakteur

K+S: Jetzt kommt es knüppeldick!

Die negativen Nachrichten bei K+S reißen nicht ab. Interne Dokumente sprechen von einem möglichen Milliardenschaden, falls die Kalimine in Werra dicht gemacht werden müsste. Dass der Konkurrent Potash heute erneut seine Gewinnprognose revidiert hat, gibt der Aktie den Rest.

Aktionäre von K+S müssen in diesen Tagen einiges aushalten. Bereits Ende Juni hatte der Hersteller von Düngemitteln die Zahlen zum zweiten Quartal mit einer Gewinnwarnung garniert. Die Aktie fiel um mehr als zehn Prozent. Heute steht K+S wegen des Konkurrenten Potash unter Beschuss. Die Kanadier kappten zum zweiten Mal in diesem Jahr ihre Prognose für das Gesamtjahr.

Düngemittelpreise finden keinen Boden

Grundlegend dafür ist vor allem die weiterhin ungünstige Preisentwicklung am Düngemittelmarkt. Nach Angaben von Potash sei vor allem der sinkende Marktpreis für Düngemittel verantwortlich für die abermalige Senkung der Jahresprognose. Für K+S ist die Entwicklung beim Konkurrenten alles andere als erfreulich. Die Börse nimmt die Aktie der Kasseler heute in Sippenhaft und schickt den Kurs drei Prozent nach unten.

Milliardendesaster Werra

Neue Meldungen über mögliche Belastungen im Zusammenhang mit dem Kalibergwerk in Werra setzten der Aktie von K+S heute auch zu. So ist nach unternehmensinternen Dokumenten mit einem Milliardenschaden zu rechnen, wenn die Mine aus rechtlichen Gründen geschlossen werden müsste. Konkret geht es um die angeblich unsachgemäße Salzabfallentsorgung in dem Bergwerk. Das Unternehmen befindet sich derzeit in Auseinandersetzungen mit den Behörden. Wenn K+S die Abbaustelle komplett dicht machen müsste, würden nach Schätzungen 940 Millionen Euro Kosten sofort anfallen. In den darauffolgenden Jahren müsste mit jeweils 300 Millionen Euro gerechnet werden.

Finger weg!

K+S scheint derzeit vom Pech verfolgt zu sein. Solange sich die allgemeine Situation bei den Düngemittelpreisen und der Streitigkeiten rund um die Werra-Mine nicht deutlich entspannt, dürfte die Aktie unter Druck bleiben. Der Chart entfernt sich zunehmend von der 200-Tage-Linie. Der AKTIONÄR rät Anlegern, den Titel zu meiden.

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