Microsoft
- Julia Breuing

Microsoft: Nach Quartalszahlen auf Talfahrt

Microsoft enttäuschte die Anleger gestern mit der Veröffentlichung seiner Geschäftszahlen. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres fielen die Gewinne schlechter aus als erwartet. Welche Folgen hat das für die Anleger?

In dem Bericht wurde bekannt, dass der Gewinn je Aktie nur 0,62 Dollar beträgt, erwartet wurden 0,64 Dollar. Auch der Nettoertrag enttäuschte. Er sank von 5,10 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 4,97 Milliarden Dollar. Zwar sind insbesondere das Cloud-Geschäft Azure und die Office-Sparte stark gewachsen, trotzdem konnten sie nicht die Erwartungen der Analysten erreichen. Azure verfehlte mit 6,1 Milliarden Dollar Umsatz den erwarteten Umsatz um 0,16 Milliarden Dollar. Die größten Probleme bereitet allerdings der PC-Bereich. Der Verkauf von Windows an PC-Hersteller fiel im letzten Quartal um 2 Prozent.

Dass PCs ein Auslaufmodell sind, ist Microsoft schon länger bewusst. Gerade deshalb versucht CEO Satya Nadella sein Kerngeschäft auf Cloud, Office & SQL Server database zu lenken. Für Azure sagt das Unternehmen laut Bloomberg einen Jahresumsatz von 20 Milliarden Dollar bis Juni 2018 voraus. Da Windows aber immer noch den größten Teil des Umsatzes ausmacht, dürfte die Umwandlung noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Rücksetzer bietet Einstiegschance

Die Microsoft-Aktie befindet sich seit Mitte Februar wieder in einem Aufwärtstrend, schaffte es aber noch nicht das Hoch von 56,85 Dollar aus Dezember zu überwinden. Vorbörslich wurde die Unterstützung von 53 Dollar gerissen. Die nächste wichtige Marke befindet sich auf der 200-Tage-Linie bei 50,46 Dollar. Spätestens hier sollten Anleger bei der Aktie zuschlagen.

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