DAX
- Nikolas Kessler - Redakteur

US-Notenbank FED läutet die Zinswende ein - Euro steigt - DAX schwächelt

Nun ist es soweit: Am Mittwochabend gegen 19 Uhr deutscher Zeit ist die zweitägige Sitzung der US-Notenbank FED zu Ende gegangen. Gespannt blickten Anleger und Experten nach New York, wo sie von Notenbankchefin Janet Yellen erste Hinweise zum Beginn derZinswende in den USA erwarteten. Sie wurden nicht enttäuscht.

Yellen streicht das Wort "geduldig"

Das Versprechen, dass man mit Blick auf eine Zinserhöhung "geduldig" sein könne, wurde in der Erklärung zur jüngsten Zinsentscheidung gestrichen. Damit hat die US-Notenbank den Startschuss für eine baldige Leitzinserhöhung gegeben. Dies bedeute aber nicht, dass die FED nun ungeduldig sei und den Leitzins so schnell wie möglich anheben werde, betonte Yellen. Voraussetzung für die Zinsanhebung bleibe eine weitere Verbesserung am Arbeitsmarkt und die Erwartung, dass das mittelfristige Inflationsziel von zwei Prozent erreicht wird. Die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung bewertete die FED jedoch etwas skeptischer als zuletzt. Eine Anhebung des Zinssatzes im Rahmen der nächsten FED-Sitzung im April gilt daher als äußerst unwahrscheinlich. Damit bleiben die Zinsen in den USA auf niedrigem Niveau, mit der Erhöhung rechnen Experten nun frühestens im Juni.

Märkte reagieren positiv

Der Dow Jones drehte nach der Mitteilung ins Plus und schoss rund 200 Punkte nach oben, auch der S&P 500 und der NASDAQ 100 stiegen. Der DAX gab im Anschluss dagegen nach. Am Devisenmarkt reagierte der Euro mit starken Kursgewinnen und stieg sogar auf über 1,08 Dollar.

Aus charttechnischer Sicht warten nun mehrere kleinere horizontale Unterstützungen (11.900, 11.800) auf den DAX. Zudem gibt es noch eine weitere mögliche Haltemarke. Anleger sollten aber vor allem auf den Aufwärtstrend achten, der aktuell bei rund 11.600 Punkten verläuft. Spätestens dort sollte der DAX wieder nach oben drehen. Sonst könnte es schnell Richtung 11.000 Punkte gehen. Wie es im DAX kurzfristig weiter geht, lesen Sie - wie gewohnt - morgen Vormittag an dieser Stelle.

(mit Material von dpa-AFX)

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