Deutsche Post
- Maximilian Völkl

Deutsche-Post-Aktie: Zu hohe Erwartungen

Im schwachen Marktumfeld ist die Aktie der Deutschen Post am Donnerstag weiter unter Druck geraten. Die Papiere des Logistikriesen setzen die Talfahrt der letzten Wochen damit fort. Neben den anhaltenden Streiks belastet auch ein negativer Analystenkommentar.

Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für die Deutsche Post von 29,00 auf 27,25 Euro gesenkt und die Einstufung auf „Neutral“ belassen. Die vom Markt erwarteten Gewinne für 2015 könnten angesichts der Probleme im internationalen Frachtgeschäft noch weiter sinken, so Analyst Christopher Combe. Er kappte seine Schätzungen für das operative Ergebnis um drei Prozent. Vor allem im Luftfracht-Geschäft dürfte der Konzern weiter Marktanteile verlieren. Aktuell erscheinen dem Experten auch die Markterwartungen für die Logistiklieferkette viel zu hoch.

Im Fokus der Öffentlichkeit steht derweil weiterhin der Lohnstreit der Deutschen Post mit der Gewerkschaft Verdi. Für die Deutsche Post sind die im Vergleich zu den Wettbewerbern hohen Löhne und Gehälter problematisch. Allerdings wird es schwierig, bei der Gewerkschaft auf offene Ohren zu stoßen, solange der DAX-Konzern regelmäßig Milliardengewinne einfährt. Die Streiks halten dementsprechend vorerst weiter an. Es bleibt also spannend, wann und zu welchen Konditionen die beiden Parteien eine Einigung erzielen können.

Stoppkurs beachten

Die Post-Aktie setzt ihren Korrekturkurs fort. Im schwachen Gesamtmarkt wiegen die Probleme im Frachtgeschäft und die anhaltenden Tarifstreitigkeiten doppelt schwer. Investierte Anleger bleiben auf der Hut, der Stoppkurs bei 23 Euro rückt näher.

(Mit Material von dpa-AFX)

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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