Deutsche Post
- Thorsten Küfner - Redakteur

Deutsche Post: Aktie gibt kräftig Gas – Analysten sehen noch reichlich Luft nach oben

Die Meldung, wonach die Deutsche Post im kommenden Jahr das Porto deutlich anheben will, beschert dem DAX-Titel erheblichen Rückenwind. Die Papiere des Logistikriesen verteuern sich im frühen Handel in der Spitze um mehr als fünf Prozent. Rückenwind gibt es zudem durch zwei positive Analystenstudien.

So hat die Investmentbank Equinet hat Deutsche Post von "Accumulate" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel auf 28 Euro belassen. Analyst Jochen Rothenbacher erklärte, der aktuelle Kurs biete mehr als 15 Prozent Aufwärtspotenzial bis zu dem von ihm als fair erachteten Wert. Die in Medien kolportierte baldige Briefporto-Erhöhung sei keine Überraschung, bisher sei dies aber nur Spekulation. Grob geschätzt dürfte eine Preiserhöhung um ein Prozent das operative Ergebnis (Ebit) um rund 30 Millionen Euro anschieben. Der Analyst rechnet mit einem Preisanstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Kursziel 32 Euro
Die Commerzbank hat die Einstufung für die Deutsche Post nach einem Pressebericht über eine bevorstehende 13-prozentige Briefporto-Erhöhung in Deutschland auf "Buy" mit einem Kursziel von 32 Euro belassen. Analyst Johannes Braun betonte, da die Post im europäischen Vergleich am Briefporto nur unterdurchschnittlich verdiene, dürfte die Bundesnetzagentur bereits in den kommenden Wochen über eine Portoanhebung entscheiden. Dies hätte eine substanzielle Steigerung seiner Geschäftsprognosen zu Folge, in denen bislang ein durchschnittlicher Portoanstieg von lediglich drei Prozent berücksichtigt sei.

Immer noch günstig
Trott des deutlichen Kursaufschlags sind die Anteile der Deutschen Post angesichts der guten Aussichten und der soliden Wachstumsraten mit einem KGV von 12 und einer Dividendenrendite von 3,6 Prozent immer noch sehr günstig bewertet. Mutige Anleger können schon jetzt zugreifen. Weniger Mutige warten noch den Abschluss der Bodenbildung ab.

(Mit Material von dpa-AFX)


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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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