Lufthansa
- Maximilian Völkl

Deutsche Lufthansa: Die Wende kommt – auch für die Aktie?

Der Rücktritt von Finanzchefin Simone Menne hat die Lufthansa-Aktie am Freitag deutlich belastet. Im schwachen Marktumfeld hat die Unsicherheit über ihre Nachfolge die Papiere der Kranich-Airline unter die wichtige 12-Euro-Marke gedrückt. Um die Trendwende zu schaffen, will der Konzern seine Billigmarke Eurowings bis 2017 wieder in die schwarzen Zahlen bringen.

Im laufenden Jahr dürften die hohen Kosten für den Geschäftsausbau das operative Ergebnis von Eurowings aber wie erwartet ins Minus drücken, teilte die Lufthansa am Freitag mit. 2017 sollen diese Kosten dann niedriger ausfallen und das Ergebnis wieder ins Plus hieven. Eurowings weitet derzeit vor allem das Geschäft auf der Langstrecke aus, nachdem es dort in den ersten Monaten einige Anlaufschwierigkeiten mit hohen Flugverspätungen gegeben hatte. Das Flugangebot soll im laufenden Jahr insgesamt um 25 bis 30 Prozent wachsen. Pro angebotenem Sitzplatzkilometer sollen die Stückkosten dabei um zehn Prozent zurückgehen.

Die Zukunft von Simone Menne steht derweil fest. Die renommierte Finanzchefin wechselt zum Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim und verantwortet dort ebenfalls das Finanzressort. „Wir verlieren eine erfahrene Managerin“, bedauert Lufthansa-Aufsichtsratschef Wolfgang Mayrhuber den Verlust. An der Börse kam der Rücktritt ebenfalls nicht gut an.

Kein Kauf

Der Abgang Mennes und das schwache Chartbild drücken auf die Stimmung. Ob die neue Strategie der Tochter Eurowings wirklich zum Erfolg führt, muss sich erst zeigen. Anleger sollten deshalb die Finger von der Kranich-Aktie lassen. Die Risiken überwiegen. Mutige können auf den Short mit der WKN XM9NYL zurückgreifen. Seit Empfehlung liegt dieser deutlich im Plus und bleibt eine gute Wahl.

(Mit Material von dpa-AFX)

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