Lufthansa
- Maximilian Völkl

Deutsche Lufthansa: Auslastung sinkt weiter – Tochter reagiert mit Zukauf

Die Papiere der Deutschen Lufthansa setzen ihre Erholung am Dienstag fort. Inzwischen notiert der DAX-Titel unmittelbar am steilen Abwärtstrend. Schwung gab vor allem eine Übernahme durch die Tochter Lufthansa Cargo. Zudem wurden die Passagierzahlen für Juli bekannt gegeben.

Wegen Überkapazitäten in der Branche leidet auch die Frachtsparte der Lufthansa unter einem massiven Preisverfall. Abhilfe sollen neue Geschäfte schaffen. Dazu wurde der Expressdienst Time Matters komplett übernommen. Der Spezialanbieter ist fokussiert auf Expresssendungen und dringende Kurierdienste wie beispielsweise Organtransplantationen und war 2002 von Lufthansa Cargo gegründet worden. Zusätzlich zu den bereits bestehenden 49 Prozent der Aktien hat sie nun die restlichen 51 Prozent übernommen. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart.

Im Juli konnte die Lufthansa die Verkehrsleistung im Frachtgeschäft zwar um 1,6 Prozent auf 854.000 Tonnenkilometer steigern, die Auslastung fiel aber um 1,9 Prozentpunkte auf 61,4 Prozent. Im Passagiergeschäft bescherten die Billigmarke Eurowings und die Auslandstöchter wie Swiss oder Austrian Airlines der Lufthansa mehr Fluggäste. Der Konzern beförderte 11,2 Millionen Passagiere – 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Auslastung ging allerdings konzernweit um 0,9 Prozentpunkte auf 86,0 Prozent zurück.

Abwarten

Neben der sinkenden Auslastung kämpft die Lufthansa vor allem mit deutlich niedrigeren Ticketpreisen. Die anhaltende Terrorgefahr drückt zudem auf die Urlaubsstimmung. Ob es zu einer Einigung im Tarifstreit mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit kommt, bleibt ebenfalls offen. Anleger sollten vorerst an der Seitenlinie bleiben.

(Mit Material von dpa-AFX)

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