Lufthansa
- Stefan Limmer - Redakteur

Deutsche Lufthansa: Analysten senken Kursziel

Lufthansa-Vorstand Carsten Spohr stellte am Mittwoch sein Konzept zum Um- und Ausbau des Konzerns vor. Mittlerweile haben auch die Analysten ihre Einschätzungen zu der DAX-Aktie überarbeitet. Die charttechnische Situation der DAX-Aktie hat sich indes weiter eingetrübt.

Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Lufthansa nach ersten Einzelheiten zur strategischen Ausrichtung von 18 auf 17 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Halten" belassen. Mit der Ausweitung des Billigangebots bei wachstumsstarken europäischen Direktverbindungen trete die Fluggesellschaft in direkte Konkurrenz mit den Billigfliegern, so Analyst Zafer Rüzgar in einer Studie vom Donnerstag. Auch auf Interkontinentalflügen würden günstige Angebote ausgeweitet, was er wegen der zunehmenden Preissensibilität von Privatreisenden begrüße. Hier fehlten aber noch Einzelheiten, da das Billigkonzept sich nicht eins zu eins auf Langstrecken übertragen lasse.

Analyst Jochen Rothenbacher von der Investmentbank Equinet ist noch pessimistischer. Er hat das Kursziel von 19 auf 15 Euro gesenkt und die Einstufung auf „Hold“ belassen. Es sei keine Überraschung, dass die Fluggesellschaft ihr Sparprogramm Score fortsetzen und sich zudem auf Innovation und Qualität fokussieren wolle, schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Donnerstag. Eine kleine Überraschung hingegen sei die neue Wings-Billigflugfamilie. Allerdings sei die Größe des neuen Geschäfts recht gering und der Schritt erscheine eher defensiv. Die Verkehrszahlen für Juni seien schwach ausgefallen, lägen nach der jüngsten Gewinnwarnung aber im Rahmen der Erwartungen. Das neue Kursziel berücksichtige die gekappte Unternehmensprognose.

Neues Verkaufssignal

Durch den jüngsten Kursrutsch wurde die Unterstützung bei 15 Euro gebrochen und ein neues Verkaufssignal ausgelöst. Die nächste charttechnische Stütze wartet erst bei der 14-Euro-Marke. Anleger sollten nicht in ein fallendes Messer greifen und deshalb weiterhin an der Seitenlinie verharren.

(mit Material von dpa-AFX)

 

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