Lufthansa
- Marion Schlegel - Redakteurin

Deutsche Lufthansa: Aktie unter Druck – das sagen die Analysten

Lufthansa-Aktien kommen nicht zur Ruhe: Ein negativer Analystenkommentar hat am Dienstagmorgen für weiteren Verkaufsdruck gesorgt. Im frühen Handel verlieren die Papiere der Deutschen Lufthansa erneut mehr als 1,5 Prozent auf 12,52 Euro. Damit ist der Wert der mit Abstand schwächste im DAX, der sogar 0,9 Prozent auf 12.070,04 Punkte zulegen kann. Das Chartbild ist nun extrem angeschlagen, nachdem die Aktien der Airline zuletzt klar unter die Unterstützungsmarke von 13 Euro gerutscht waren.

Downgrade durch JPMorgan
Auch Analystin Jamie Baker von der US-Investmentbank JPMorgan gab nun ihre neutrale Haltung auf und rät die Papiere, im Portfolio unterzugewichten. Ihr Kursziel liegt bei 12,00 Euro. Die Markterwartungen erscheinen ihr wie auch beim französischen Wettbewerber Air France-KLM zu ambitioniert. Die Expertin bevorzugt eindeutig Billigflieger wie Ryanair und Easyjet. Letztere böten ein überlegenes Chance/Risiko-Verhältnis und ein kontinuierliches Wachstumspotenzial. Die traditionellen Unternehmen hingegen litten weiterhin unter dem unerbittlichen Wettbewerb mit den Konkurrenten aus dem Nahen Osten. Mit Blick auf die Lufthansa erschienen die Markterwartungen zu hoch.

Flugzeugabsturz weiter im Fokus
Im Blickpunkt steht derzeit weiterhin der Flugzeugabsturz der Konzerntochter Germanwings. Die Lufthansa wehrt sich nach der Katastrophe gegen den Eindruck, Informationen zum Copiloten zurückgehalten zu haben. Auslöser war eine Stellungnahme des Luftfahrtbundesamts (LBA). Demnach hatten die Lufthansa-Flugmediziner die Aufsichtsbehörde nicht "über die abgeklungene schwere Depressionsphase" bei Andreas Lubitz informiert.

Aktie massiv angeschlagen
Die Lage bei der Lufthansa ist derzeit in jeder Hinsicht angespannt. Zum einen hat sich das charttechnische Bild durch den Bruch der 13-Euro-Marke weiter eingetrübt. Zum anderen hat das Unglück der Germanwings-Maschine das Umfeld noch einmal verschlechtert. Eine Wende zeichnet sich noch nicht ab, weshalb Anleger an der Seitenlinie bleiben.

(Mit Material von dpa-AFX)

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