Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Selbst die Super-Bullen werden skeptisch

Zwei Tage nach Bekanntgabe der Kapitalerhöhung steht die Aktie der Deutschen Bank nach wie vor im Fokus von Analysten und Anlegern. Am Dienstagmorgen haben sich UBS und HSBC über Deutschlands Marktführer geäußert. Der Titel legt im frühen Handel zu – allerdings nur leicht.

Bislang war HSBC immer besonders bullish für die Deutsche Bank. Das Kursziel lautete auf 47 Euro. Am Dienstagmorgen hat HSBC das Kursziel für den DAX-Konzern auf 41 Euro gesenkt. Das Rating lautet weiter auf „Übergewichten“.

Kursziel: 33 Euro

Die Schweizer Großbank UBS stuft die Deutsche Bank nach der Ankündigung einer Kapitalerhöhung auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 33 Euro belassen. Mit diesem Schritt sei die Kapitalisierungsdebatte vorerst vom Tisch, schrieb Analyst Daniele Brupbacher in einer Studie vom Dienstag. Entscheidend für die Frankfurter Bank sei, ob sie eine Nachsteuer-Kapitalrendite über zwölf Prozent erreichen könne.

Da viele Konkurrenten ihre Präsenz im Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen zurückführen, habe die Deutsche Bank die Aussicht, ein größeres Stück eines schrumpfenden Kuchens zu bekommen. Allerdings trübten niedrigere Margen und Volumen dieses Geschäft.


Aktie ausgestoppt

Zwar ist die Aktie der Deutschen Bank mit einem 2015er-KGV von 6 sehr günstig bewertet. Allerdings sollten Unsicherheiten den Aktienkurs weiter belasten. Andrew Slim von Société Générale befürchtet, dass die angekündigte Kapitalerhöhung von acht Milliarden Euro nicht ausreichen wird. Die Aktie der Deutschen Bank fiel vor Kurzem unter den Stoppkurs des AKTIONÄR. Ein Neu-Engagement drängt sich nicht auf.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Wie Phoenix aus der Asche

Das vergangene Jahr war wieder ein Horrorjahr für die Deutsche Bank. Viele Anleger hatten den Konzern schon abgeschrieben. Doch nun hat Vorstandsvorsitzender John Cryan geliefert: Die Zahlen zum ersten Quartal könnten die Trendwende eingeleitet haben; es geht wieder aufwärts. Analysten hatten im … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Die Stunde der Wahrheit

Die Deutsche Bank hat im vergangenen Jahr wohl die größten Rechtsrisiken beseitigt, die auf dem Kurs gelastet haben. Seit der jüngsten Kapitalerhöhung sind zudem die Diskussionen um die Eigenkapitalbasis beendet. Bei Vorlage der Quartalszahlen am kommenden Donnerstag, 27. April, geht es deshalb … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank vor Zahlen: Jetzt zählt es

Die Deutsche Bank veröffentlicht am kommenden Donnerstag, 28. April, die Zahlen zum ersten Quartal. Nach Aussage von CEO John Cryan liefen die Geschäfte für den Konzern zu Jahresbeginn wieder besser, nachdem Rechtsstreitigkeiten in den USA im vierten Quartal 2016 die Bilanz noch verhagelt hatten. … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Die Risiken schwinden

Deutsche-Bank-CEO John Cryan konnte im vergangenen Jahr mit dem Hypothekenstreit in den USA und der Geldwäscheaffäre in Russland die größten Rechtsrisiken beilegen. Jetzt kann der Konzern einen weiteren Sieg für sich verbuchen: Laut Bloomberg wurden in Russland die Anschuldigungen fallen gelassen, … mehr