Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank plus 5 Prozent: Was ist da los?

Kommt es bei der Deutschen Bank zu einer Kapitalerhöhung, so sind laut Manager Magazin Katar und Abu Dhabi mit an Bord. CEO John Cryan könnte neues Geld brauchen, wenn die Strafe im US-Hypothekenstreit die Rückstellungen von 5,5 Milliarden Euro übersteigt. Schon länger gibt es Gerüchte, dass der Großaktionär Katar seinen Anteil auf bis zu 25 Prozent bei der Deutschen Bank aufstocken könnte. Dass sich Abu Dhabi über seinen Staatsfonds ebenfalls einkaufen könnte, ist dagegen neu. Auch ein nicht genannter Investor aus China soll Interesse haben.

Was wird aus Cryan?

Für Katar ist die Investition in die Deutsche Bank rein strategischer Natur. Das Gleiche dürfte für Abu Dhabi gelten. Die Wüstenstaaten rüsten sich für die Zeit nach dem Erdölzeitalter und legen ihr Geld verstärkt in ausländischen Unternehmen an. Bei der Deutschen Bank könnte es eine Zukunft ohne CEO Cryan geben. Zwar wollen die Araber laut Berichten an der Ausrichtung auf das Investment-Banking festhalten. Cryan sprechen sie aber offenbar die „Führungskraft“ ab, so das Manager Magazin.

Hoffnungsschimmer

Für die gebeutelten Aktionäre der Deutschen Bank ist das Interesse der Araber und Chinesen die erste gute Nachricht seit Wochen. Die Aktien der Bank sind heute mit fast sechs Prozent aus dem Handel gegangen. Da die Strafe in den USA aber noch aussteht und dann der Rechtsstreit in Russland auf Cryan wartet, bleibt die Unsicherheit hoch. Trader können auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung bis zur 200-Tage-Linie bei 14,31 Euro setzen. Alle anderen meiden die Papiere.

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