Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank macht Ernst: Kein Geld für Ex-Vorstände

Millionen einstreichen, während der Konzern immer weiter in die Krise rutscht? Die Deutsche Bank scheint bei den Bonuszahlungen an ehemalige Vorstände umzudenken: Seit 2013 soll das Geldhaus rund 30 Millionen Euro an Boni einbehalten haben, so die Welt am Sonntag. Betroffen sollen vor allem die früheren CEOs Josef Ackermann und Anshu Jain sein.

Abfindung gestrichen

Insgesamt zwölf Millionen Euro, die Ihnen eigentlich zugesprochen wurden, haben Jain und Ackermann nicht bekommen. Jain soll sogar die 25 Millionen Euro hohe Abfindung zusammengestrichen worden sein. Stattdessen habe er nur 2,2 Millionen Euro plus 1,5 Millionen Euro für den Ruhestand bekommen, sowie 786.000 Aktien der Deutschen Bank, wie die Welt berichtet.

In absehbarer Zeit dürfte das Geld aber doch fließen. Die internen Regeln der Bank sehen vor, dass die Boni spätestens drei Jahre nach der normalen Fälligkeit ausgezahlt werden müssen. Die ist bei Jain noch gar nicht erreicht. Gestrichen werden kann eine Erfolgsbeteiligung nur, wenn ein Manager wegen schwerer Fehltritte gekündigt wurde. Das ist weder bei Ackermann noch bei Jain der Fall.

Tropfen auf den heißen Stein

Auch wenn die Bonuszahlungen an Ex-Vorstände der Deutschen Bank absolut gesehen hoch erscheinen, sind sie für den Konzern nur Peanuts. In den USA droht noch immer eine Milliardenstrafe und neue Kapitalvorschriften für Großbanken könnten ein neues Loch in die Bilanz der Bank reißen. Anleger meiden die Aktien.

 


 

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